WALDLANDSCHAFT: Mit «Lothar» kam in Zug der Wandel

120'000 Bäume fielen vor zehn Jahren im Kanton Zug – und mit ihnen alte Zöpfe. Zum Beispiel, dass Sturmholz restlos aus dem Wald verschwinden muss.

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Bei der St.-Verena-Kirche in Zug aufgestapeltes «Lothar»-Sturmholz im Februar 2000. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Bei der St.-Verena-Kirche in Zug aufgestapeltes «Lothar»-Sturmholz im Februar 2000. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Die Nutzungsmenge von drei Jahren fällte und beschädigte damals der Wintersturm. Und setzte damit eine Maschinerie in Gang. Die Strategie des Kantons stellte die Sicherheit in den Vordergrund; Menschen und Sachwerte sollten nicht gefährdet werden. Das Sturmholz aber musste aus den Wäldern, um zu verhindern, dass sich der Borkenkäfer explosionsartig vermehren und so weiteren Schaden anrichten konnte.

Andererseits liess man in den Wäldern liegen, was ökologisch wertvoll war – Laubholz, das den Fichtenborkenkäfer nicht weiter interessiert. «Aus ökonomischer Sicht war ?Lothar? eine Katastrophe. Aus ökologischer Sicht hingegen hat er uns zu vielfältigeren und artenreicheren Wäldern verholfen», sagt Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard. «Es fand ein Sinneswandel statt», sagt Revierförster Josef Merz. Früher habe man die Fichten als Brotbaum gehegt, heute «lässt man wachsen, was kommt.» 156'000 Bäume wurden in den letzten zehn Jahren neu gepflanzt.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.