WALDSTOCK-FESTIVAL: Ein Familientreffen am Waldrand

Musik, Kinderlachen und den Wind durch den nahe gelegenen Wald rauschen hören. Auf der «Glückswiese» des Kantons Zug wird an diesem Wochenende zum 17. Mal das Waldstock-Open-Air-Spektakel gefeiert.

Drucken
Teilen
Locker-familiäre Stimmung am Waldstock-Festival in Steinhausen: Carmen Gähwiler, Carolin Andergassen und Alan Romano (v. l.) geniessen das schöne Wetter, die gute Musik und ein paar Chriesi zwischendurch. (Bild: Maria Schmid (4. August 2017))

Locker-familiäre Stimmung am Waldstock-Festival in Steinhausen: Carmen Gähwiler, Carolin Andergassen und Alan Romano (v. l.) geniessen das schöne Wetter, die gute Musik und ein paar Chriesi zwischendurch. (Bild: Maria Schmid (4. August 2017))

Eine idyllische Wiese am Waldrand in Steinhausen. Dort trafen sich bereits am Donnerstagabend und auch gestern Festfreudige, Familien, Freunde, manche traditionsbedingt, andere zum ersten Mal. Das Waldstock-Open-Air-Spektakel zieht die Besucher durch seine einzigartige Stimmung in den Bann. Noch bis heute Abend beziehungsweise spät in die Nacht wird gefeiert und getanzt. Um 12 Uhr mittags ist Türöffnung, und auch ein Kindernachmittag steht auf dem Programm.

«Für mich ist es der wichtigste Termin im Jahr, da muss man einfach dabei sein», sagt Florian Weerth aus Oberwil. Auch sein Kollege Bastian Inglin aus Baar findet: «Für mich ist es, wie nach Hause zu kommen. Schon als Kind kam ich mit meinen Eltern hierher. Seit ich denken kann, komme ich ans Waldstock.» Und heute tummelt schon die nächste Generation auf den Heuballen herum. Der wohl jüngste Besucher ist gerade mal elf Monate alt. Sein Vater, Adrian Ackermann aus Luzern, ist zum ersten Mal am Waldstock: «Es ist kein Problem mit dem Baby, auf der Wiese gibt es genügend Platz für alle.»

Von Smartphones und Selfies keine Spur

Doch auch wegen der Musik lohnt sich ein Besuch des Waldstock-Spektakels: «Ich schaue mir das Programm nie an. Wieso auch, die Musik ist sowieso immer gut», meint Florian Weerth. Seien es die Gipsy-Klänge der Zéphyr Combo oder die sanften Melodien von Bibi Vaplan, die auf Rätoromanisch singt. Das Publikum bewegt sich zur Musik, von Smartphones und Selfies keine Spur. «Das Waldstock ist einfach friedlich», so Weerth weiter.

Auch kulinarisch bietet das Waldstock-Open-Air viel. Die kleinen, liebevoll dekorierten Stände und Bars laden zum Verweilen ein. Neben Klassikern wie Bratwurst und Crêpes gibt es jeden Abend drei verschiedene Menüs, wobei alle Lebensmittel aus dem Kanton Zug bezogen werden. Ein Menü ist vegetarisch.

Zahlreiche Bands und ein Film

Es war also ein friedlicher Start für das wohl idyllischste Festival der Schweiz, das noch einen Tag dauert. Nach dem Kindernachmittag treten verschiedene Bands – etwa Captain Frank, Giant Rooks oder Riders Connection – auf, und es wird der französisch-belgische Film «Nichts zu verzollen» gezeigt.

 

Melanie Bösch

redaktion@zugerzeitung.ch