Walo Lüönd spielt berühmten Coiffeur

Die Stadt Zug und die Solothurner Filmtage ehrten den Schauspieler Walo Lüönd. «Dällebach Kari» (1970) wurde in einer Matinee im Kino Seehof in Zug gezeigt.

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Walo Lüönd im Saal des Kino Seehof. (Bild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Walo Lüönd im Saal des Kino Seehof. (Bild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

in bisschen wie ein Klassentreffen sei es, fand gestern der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller im Kino Seehof. Gut 60 Leute waren gekommen, um mit Walo Lüönd (80) – an der Zeughausgasse in Zug aufgewachsener Volksschauspieler – den Film «Dällebach Kari» auf Grossleinwand zu sehen. Das Werk aus dem Jahr 1970 wurde im Rahmen einer Retrospektive in Zug gezeigt, mit dem die Solothurner Filmtage das Schaffen des grossen Schweizer Charakterdarstellers würdigten.
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Viele im Publikum kannten Lüönd persönlich. Schliesslich wohnte er früher auch in Zug und Edlibach. Einige passten überdies zum Berner Figaro im Film – wie der bekannte Menzinger Coiffeur Hans Merz, der damals Lüönd noch Tipps zum Dreh gegeben haben soll. Für die jüngeren Kinogänger hingegen ist der Mime, der heute im Maggiatal zu Hause ist, eher ein lebendiger Bühnen- und Leinwandmythos – so auch für die beiden Politiker, die Walo Lüönd begrüssten.

Stadtpräsident Dolfi Müller, dessen Vater einst mit dem Schauspieler die Schulbank drückte, sagte, er habe sich oft gefragt, ob Lüönd so sei, wie der von ihm gespielte scharfe Fremdenpolizist Max Bodmer in «Die Schweizermacher» (1970). Auch der Bildungs- und Kulturdirektor Patrick Cotti gab zu, von diesem Film in seiner Pubertät tief beeindruckt worden zu sein.

Walo-Lüönd-Retrospektive: «Sternenberg» (2004), bis 6. Februar um 18 Uhr im Kino Gotthard, Zug.

Markus Mathis

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung