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Baar: Walter Lipp mit Glanzresultat zum Präsidenten gewählt

Die CVP bleibt stärkste Kraft im Gemeinderat, und die SP zieht neu ins Gremium ein – auf Kosten der SVP. Der parteilose Kandidat und der GLP-Mann bleiben chancenlos.
Rahel Hug
Der neue Baarer Gemeinderat (von links) posiert vor der Rathus-Schüür: Sonja Zeberg-Langenegger, Pirmin Andermatt, Sylvia Binzegger, Gemeindeweibel Marco Kathriner, Walter Lipp (Gemeindepräsident), Berty Zeiter, Jost Arnold und Zari Dzaferi. (Bild: Jakob Ineichen (7. Oktober 2018))

Der neue Baarer Gemeinderat (von links) posiert vor der Rathus-Schüür: Sonja Zeberg-Langenegger, Pirmin Andermatt, Sylvia Binzegger, Gemeindeweibel Marco Kathriner, Walter Lipp (Gemeindepräsident), Berty Zeiter, Jost Arnold und Zari Dzaferi. (Bild: Jakob Ineichen (7. Oktober 2018))

Von der operativen auf die strategische Ebene: Walter Lipp von der CVP, der aktuelle Baarer Gemeindeschreiber, hat die Wahl zum Gemeindepräsidenten mit 4180 Stimmen deutlich für sich entschieden. Das absolute Mehr liegt bei 3033 Stimmen – Berty Zeiter von der ALG kann 1885 Stimmen auf sich vereinigen. «Glücklich und zufrieden», so beschreibt Lipp seine Stimmung gestern Nachmittag. «Ich hatte Respekt vor dieser Wahl und bin relativ offen an die Sache herangegangen. Dass das Resultat so deutlich ausfällt, damit habe ich nicht gerechnet», sagt er. Er schätze es sehr, dass Berty Zeiter mit ihrer Kandidatur eine Wahl überhaupt ermöglicht habe, ergänzt Lipp. «Damit ist es nun doppelt klar.» Und wie will Walter Lipp den Wechsel vom Verwaltungschef zum höchsten Gemeindepolitiker meistern? «Ich habe nun Zeit, mir Gedanken zu machen und Ende Jahr dann den Hebel umzulegen», so Lipp. Sein Ziel sei es, «ein Präsident für alle» zu sein.

Berty Zeiter ist ebenfalls zufrieden mit dem Wahlausgang. Ihr Resultat sei gut, wenn man bedenke, dass sie gegen einen bürgerlichen Kandidaten angetreten sei. Im Gemeinderat landet die ALG-Sozialvorsteherin auf dem siebten Platz, mit 2863 Stimmen. «Ich freue mich sehr, dass ich weiter im Gremium arbeiten darf, die Aufgaben sind sehr spannend.» Bei der Präsidiumswahl gingen 43,54 Prozent der Stimmbevölkerung an die Urne, beim Gemeinderat liegt die Stimmbeteiligung mit 45,61 Prozent etwas höher.

Die besten Resultate im Gemeinderat erreichen die drei CVP-Vertreter – allen voran Pirmin Andermatt mit 3850 Stimmen. Es folgen Walter Lipp (3752) und Sylvia Binzegger (3276). Neu gewählt ist Zari Dzaferi (SP). Mit nur gerade mal zwölf Stimmen Unterschied landet er auf dem vierten Platz nach der bisherigen Sylvia Binzegger. Es sei ein «Tag der Freude», sagt Dzaferi. «Dass mein Resultat so gut ausfällt, hat mich überrascht.» Für das Ergebnis gebe es wohl mehrere Gründe. Zum einen sein «sehr engagierter Wahlkampf»: «Ich habe mit ungefähr 700 Leuten an ihrer Haustüre gesprochen.» Ausserdem habe er wohl viele junge Wähler mobilisieren können, analysiert er. «Und meine Wahl zeigt, dass die Stimmbevölkerung eine Balance im Gemeinderat will, was die Parteien und das Alter der Kandidaten betrifft.»

«Die SVP hat es auf Exekutivebene nicht leicht»

Neu gewählt ist neben dem bisherigen FDP-Mann Jost Arnold (2983 Stimmen) dessen Parteikollegin Sonja Zeberg-Langen­egger. Sie erreichte 2965 Stimmen. Mit der Wahl von Arnold und Zeberg sei das Ziel, zwei Sitze zu halten, erreicht, sagt der Parteipräsident Michael Arnold. Sie fühle sich geehrt und sei sehr erfreut, sagt Sonja Zeberg. Sie werde «offen und unvoreingenommen» an die Arbeit gehen. Der dritte Kandidat der FDP, Karl Bürgler, erreicht mit 2518 Stimmen zwar das absolute Mehr, verpasst aber die Wahl. Auch Oliver Wandfluh und Max Colpi von der SVP, der parteilose Martin Pulver und Martin Zimmermann von der GLP verpassen die Wahl.

Bei der SVP ist Wundenlecken angesagt. Oliver Wandfluh, der vor vier Jahren seinen Sessel im Gemeinderat räumen musste und nun wieder angetreten ist, zeigt sich enttäuscht. «Es ist ein klares Resultat», gibt er zu. Die SVP werde das Wahlergebnis in Ruhe analysieren. Auf die Schnelle sei es schwierig, die Gründe zu nennen. «Die SVP hat es auf Exekutivebene generell nicht leicht, und der Wechsel hin zum Majorz hat sicher nicht geholfen.»

Die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission setzt sich neu aus Thomas Gwerder, Denise Pernollet-Maissen, Christophe Raimondi, Georg Meyer und Alois Gössi zusammen. Ramon Winterberg ist nicht gewählt.

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