Walterswil
Bau der neuen Strasse markiert den Startschuss für die Erweiterung der International School

Die International School of Zug and Luzern (ISZL) hat am Baarer Standort einiges vor. Auch der Campus in Hünenberg ist gewachsen.

Rahel Hug
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Das Gesicht des Weilers Walterswil mit seinem Schulcampus wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Die International School of Zug and Luzern (ISZL) und die Stiftung Don Bosco planen einen Ausbau. Denn die Privatschule braucht mehr Platz. Im Schuljahr 2019/2020 besuchten an den zwei Zuger Standorten in Walterswil und im Hünenberger Bösch 1219 Schülerinnen und Schüler den Unterricht.

Der Spatenstich für die neue Strasse ist erfolgt (von links): Paul Langenegger und René Zihlmann von der Stiftung Don Bosco, Jennifer Bayard von der ISZL-Trägerschaft, Schuldirektor Barry Dequanne und der Zuger Baudirektor Florian Weber.

Der Spatenstich für die neue Strasse ist erfolgt (von links): Paul Langenegger und René Zihlmann von der Stiftung Don Bosco, Jennifer Bayard von der ISZL-Trägerschaft, Schuldirektor Barry Dequanne und der Zuger Baudirektor Florian Weber.

Bild: Matthias Jurt (Baar, 2. Juni 2021)

Nun ist der Startschuss für den Ausbau in Walterswil erfolgt: Vor wenigen Tagen fand der Spatenstich für die neue Erschliessungsstrasse und den Sportplatz der ISZL statt, der vorübergehend als provisorischer Parkplatz genutzt wird. Vor Ort waren Paul Langenegger und René Zihlmann von der Stiftung Don Bosco, Jennifer Bayard von der ISZL-Trägerschaft, Schuldirektor Barry Dequanne und der Zuger Baudirektor Florian Weber.

Mit Alphornklängen wurde der Spatenstich musikalisch umrahmt.

Mit Alphornklängen wurde der Spatenstich musikalisch umrahmt.

Bild: Matthias Jurt (Baar, 2. Juni 2021)

Die neue Zufahrt, 225 Meter lang, soll das Verkehrsproblem beim Bringen und Holen der Schüler lösen: Zu Spitzenzeiten kam es hier oft zu einem Rückstau. Die Strasse schliesst an einem neuen Knoten an der Sihlbruggstrasse an. Die Arbeiten sollen im Juni 2022 fertig sein, wie es in einer Medienmitteilung der ISZL heisst. Die Walterswilerstrasse soll später zu einem Rad- und Gehweg zurückgebaut und der Knoten Walterswilerstrasse umgestaltet werden.

Ein neues Schulhaus am Ende der Strasse

Weiter ist der Bau eines neuen Schulhauses in einer nächsten Etappe vorgesehen. Die Grundlage bildet ein von der Stiftung Don Bosco und der Schule gemeinsam entwickelter Bebauungsplan, der rechtskräftig ist. Aktuell findet ein Teil des Unterrichts in Provisorien statt. Der Neubau soll diese ablösen und zusätzlichen Schulraum bereitstellen. Das neue Schulhaus kommt am Ende der neuen Strasse zu stehen. Teil des Vorhabens ist auch die Offenlegung und Renaturierung eines Teils des Aspentöbelibachs. Entlang des Bachs sollen neue Bäume gepflanzt werden, zudem wollen die Bauherren eine parkähnliche Anlage realisieren.

Ein Übersichtsplan der Anlage in Walterswil.

Ein Übersichtsplan der Anlage in Walterswil.

Bild: PD

Details zu dieser Etappe sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Schule und die beteiligten Architekten stecken jedoch bereits mitten in der Planung. Läuft alles wie vorgesehen ab, könnte das neue Schulgebäude Ende 2023 fertig sein, wie auf der ISZL-Homepage zu lesen ist. Zu den geplanten Investitionskosten möchten die Verantwortlichen sich aktuell nicht äussern, wie die Nachfrage bei der Kommunikationsverantwortlichen Tanja Miserez zeigt.

Ein neuer Vertrag steht kurz vor dem Abschluss

Gemäss Paul Langenegger, Vizepräsident der Stiftung Don Bosco, investierte die Stiftung seit dem Beginn der Partnerschaft über 30 Millionen Franken in Um- und Neubauten, «damit die Räumlichkeiten dem Betrieb einer rasch wachsenden Schule angepasst werden konnten». Die ISZL, die in der Anlage seit 1997 eingemietet ist, bezahlt der Stiftung entsprechend Miete. Daniel Urech, Präsident der ISZL, wird in der Mitteilung wie folgt zitiert:

«Wir freuen uns über die Pläne, den Zugang rund um die Schule zu verbessern und die temporären Klassenzimmer für unsere Schüler der 5. Klasse zu ersetzen.»

Zudem sei man dankbar für die Stärkung der Partnerschaft mit der Stiftung Don Bosco.

Diese Zusammenarbeit war nicht immer so einfach. 2017 kam es gar zu einem kurzzeitigen Unterbruch des gemeinsamen Weges, weil die ISZL die an den Campus angrenzende Trumpf-Liegenschaft kaufen wollte, um dort eine Erweiterung zu realisieren. Diese Pläne wurden jedoch verworfen, die Parteien setzten sich wieder gemeinsam an den Verhandlungstisch. Aktuell steht die Ausarbeitung eines langfristigen, umfassenden Nutzungsvertrags für das gesamte Areal kurz vor dem Abschluss, wie die Schule auf der Homepage bekannt gibt. Ein Teil der Schulgebäude gehen im Baurecht an die ISZL über, während die denkmalgeschützten Gebäude wie etwa die Kirche oder das Wettingerhaus im Besitz der Stiftung bleiben.

Der Campus Walterswil aus der Vogelperspektive.

Der Campus Walterswil aus der Vogelperspektive.

Bild: PD

Hünenberg: Neue Räume in unmittelbarer Nachbarschaft

Auch was den Campus im Hünenberger Bösch betrifft, dort befindet sich die «High School», gibt es Neuigkeiten. Die ISZL hat mit der Eigentümerschaft des Gebäudes an der Rothusstrasse 22 (Harley-Davidson-Geschäft) einen Mietvertrag abgeschlossen. Dort konnte die Schule mehrere Räumlichkeiten übernehmen, die sie als Klassenräume, als Lunchraum und als Büros nutzt. Die Liegenschaft befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schulhaus an der Rothusstrasse 4b.

In diesem Gebäude konnte die ISZL Räume dazumieten.

In diesem Gebäude konnte die ISZL Räume dazumieten.

Bild: PD