Leserbrief

Wanderer sind wegtreu und suchen nicht nach neuen Wegen

Zu den Leserbriefen «Von einer Verlegung zu sprechen, ist unzutreffend», Ausgabe vom 15. Juli

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Wandernde suchen nicht einfach so nach Abkürzungen. Es ist völlig unzutreffend, dass durch Wandernde ein weit weniger attraktiver Wegabschnitt im Gebiet Rossalmig entstanden ist.

Wandernde gelten in der Regel als «Weg treu». Sie orientieren sich nach den schweizweit einheitlich signalisierten Wanderwegen. Es ist ebenfalls völlig unzutreffend, dass Wandernde in der Falllinie zum Berg Wegabschnitte austrampen, anlegen und schon gar nicht neue Wege planen.

Zutreffend ist jedoch, dass im Auftrag vom Amt für Wald und Wild der Forst von Unterägeri und Oberägeri ein bestehender Wanderwegabschnitt durch Fällen von Bäumen unpassierbar gemacht hat und einen Wegweiser Standort umgestellt und auf den «Bikerweg» ausgerichtet hat.

Bei dem unpassierbar gemachten, schönen und historisch begründbaren Wegabschnitt wäre eine Koexistenz zwischen Wandernden und Bikern problemlos möglich. Bei dem durch den Forst umsignalisierten Wanderwegabschnitt ist die Koexistenz nicht möglich.

Es bleibt zu hoffen, dass der im Richtplan festgelegte Zustand wieder erstellt wird. Wenn dann mit der gleichen Energie illegale Bikerwege in den Zuger Wäldern unpassierbar gemacht werden, könnte das Wild und der Wald geschützt und gleichzeitig weniger Waldboden bei Starkregen ins Tal und in die Gewässer geschwemmt werden.

Planerische Interessenabwägungen sind auch im Bereich der Naherholung in Zukunft wichtig und nötig. Engagiert und mit lokaler Sachkenntnis entwickelt und pflegt der Verein Zuger Wanderwege seit über zehn Jahren das kantonale Wanderwegnetz, unterhält die Signalisation, kontrolliert Wegabschnitte und bietet geführte Wanderungen an.

Arthur Meier, Präsident Verein Zuger Wanderwege
Alfred Knüsel, Vizepräsident