Wann wird die Kantonsstrasse von Oberägeri nach Morgarten saniert?

Zwei Oberägerer CVP-Kantonsräte reichen eine Interpellation ein und fragen beim Regierungsrat nach.

Carmen Rogenmoser
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Die Kantonsstrasse von Oberägeri nach Morgarten ist in keinem guten Zustand.

Die Kantonsstrasse von Oberägeri nach Morgarten ist in keinem guten Zustand.

Bild: Stefan Kaiser

Die Kantonsräte Laura Dittli und Patrick Iten (beide CVP Oberägeri) reichen eine Interpellation betreffend Fragen zur Sanierung der Kantonsstrasse 381 von Oberägeri nach Morgarten ein. «Die Kantonsräte möchten gerne erfahren, wie der Kanton zu den Infrastrukturen in den Berggemeinden steht», schreibt Patrick Iten stellvertretend. Für die Erklärung wird ausgeholt: Mit dem neuen Raumordnungskonzept seien diverse Gemeinden im Wachstum zurückgestuft worden. Dies betreffe vor allem die Berggemeinden. «Da das Wachstum bewusst gebremst ist, wird in Zukunft die öffentliche Infrastruktur auch weniger wachsen,» so Iten. Demzufolge könne nachhaltig in die bestehende Infrastruktur investiert werden.

Seit der Erstellung der Kantonsstrasse von Oberägeri bis Morgarten sei nur noch das Nötigste investiert worden, so Iten. Das Gleiche gelte für die Uferverbauungen. «Für diese Strecke war ursprünglich ein Gesamtprojekt geplant. In diesem Projekt wäre auch der schon lange geplante Radweg entlang des Ägerisees realisiert worden», ist der Interpellation zu entnehmen. Aus Sparmassnahmen sei das Projekt vertagt worden.

Die aktuelle Situation zeige, dass das Gebiet mit vielen Naherholungsgästen schnell an die Belastungsgrenze stosse. «Der Kanton soll für seinen Teil aufkommen und die schon lange geplante Strecke totalsanieren und die Plätze am See aufwerten», wird gefordert. Gemäss Richtplan habe der Kanton die Aufgabe, stark beeinträchtige Ortszentren zu entlasten.

Sechs Fragen, auch zu anderen Tiefbauprojekten

Mit sechs konkreten Fragen verleihen die Interpellanten der Forderung Nachdruck. So möchten die CVP-Politiker vom Regierungsrat wissen, ob Massnahmen mit den Gemeinden zusammen getroffen werden, um die Ortszentren zu entlasten. Wie werden die wenigen Seeuferzugänge am Ägerisee entlang der Kantonsstrasse für die Naherholung aufgewertet und wie wird die Bausubstanz beurteilt, wollen die sie wissen.

Zwei Fragen beschäftigen sich zudem mit benachbarten Projekten: Bis wann wird die Radstrecke Schmidli bis Morgarten erstellt/ausgebaut? Und: Wie sieht das Terminprogramm für die Umfahrung von Unterägeri aus? Schliesslich möchten die Kantonsräte wissen, ob die aufgeschobenen Tiefbauprojekte im Rahmen der aktuell guten finanziellen Aussichten nun wieder vorangetrieben werden.

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