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«Wart» in Hünenberg wird auf Anhieb mit 15 Punkten belohnt

Im neuen Gault-Millau-Gourmetführer wird die Wart erstmals aufgeführt und gehört ab sofort zu den vier besten Gourmetrestaurants des Kantons Zug. Doch das soll erst der Anfang sein.
Charly Keiser

Jeweils im Herbst gibt der Ringier Verlag den Gault-Millau- Führer Schweiz heraus. Gespannt warten Gourmetfans, Köche, Restaurantbesitzer und Journalisten auf den neusten Reiseführer für Gourmets. Nur wenig Freude kam dabei in den letzten Jahren im Kanton Zug auf. Verloren doch einige Restaurants Punkte, will sich Stefan Meier vom Rathauskeller in Zug nicht mehr aufführen lassen und verschwand mit dem Wegzug von Christine und René Weder der «Sternen» in Walchwil von der Gault-Millau-Karte.

Doch nun gibt es eine kleine Sensation zu vermelden: Denn die Wart in Hünenberg wird im nächsten Führer mit 15 Punkten aufgeführt. Dies ist offiziell, wie Wart-Pächter Peter Egli erklärt. Denn als ihm die Gault-Millau-Bewertung zu Ohren gekommen sei, habe er dort sofort angerufen und gefragt, ob das stimme und ob die Wart die Auszeichnung tatsächlich ab sofort führen dürfe.

Phänomenales Echo

«Mich haben Gäste angerufen und mir gratuliert», erzählt Küchenchef Sebastian Rabe, der Gewinner der 15 Wart-Punkte. «Ich war total überrascht und bin noch immer überwältigt», sagt er und ergänzt: «Denn damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Auch nach zwei, drei Tagen, realisiere ich noch nicht so recht, was eigentlich passiert ist.»

Das Echo sei phänomenal ausgefallen, erzählt Rabe, der im vergangenen September bei seinem Start in der Wart und im Interview mit der «Zuger Zeitung» von seinem mittelfristigen Ziel, einem Michelin Stern, gesprochen hat. 15 Punkte erkochte sich der gebürtige Deutsche schon als Küchenchef im Gourmet-Restaurant Pur in Pfäffikon (SZ). Er arbeitete in seiner bisherigen Karriere in mehreren Gourmet-Tempeln, die über Michelin-Sterne und zahlreiche Punkte verfügen. Als Beispiele seien das Hotel Louis C. Jacob in Hamburg (18 Punkte, 1 Stern), das Castello del Sole in Ascona (18 Punkte, 1 Stern) und die Wirtschaft zum Wiesengrund in Uetikon bei Zürich (18 Punkte, 2 Sterne) genannt.

Die 15 Punkte seien vor allem Motivation, um auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen und den Gästen zu zeigen, dass die Auszeichnung zu Recht erfolgt sei, sagt Rabe. Seit dem Artikel über die Neubewertung der Wart in der Schweizer Illustrierten, die bekanntlich ebenfalls dem Ringier Verlag gehört, sei das Restaurant fast täglich voll, ergänzt er und doppelt nach: «Ich kann es immer noch nicht richtig glauben, was passiert ist.»

Einziger Gast

Im besagten Artikel beschreibt Gault-Millaut-Schweizchef Urs Heller, dass er beim entscheidenden Probeessen der einzige Gast in der Wart gewesen sei. Rabe erklärt: «Es gibt zwei Theorien: Ein Kochkollege, der oft mit Heller zu tun hat, platzierte einen Tipp, oder aber ein anderer Kollege, der beim Schokolade-Produzenten Felchlin arbeitet, hat auf uns aufmerksam gemacht.» Klar ist: Tester Urs Heller hat am selben Tag am Vormittag reserviert und ist erst recht spät am Abend eingetroffen, als die anderen Gäste schon weg waren. Der Rest ist Geschichte.

Die Wart hat mit der Bewertung ein bisschen Glanz in den Kanton Zug zurückgebracht, sagt Peter Egli, der dem ganzen Team explizit gratuliert. «Es ist für das Team und unser Konzept eine Bestätigung», fügt er an und sagt: «Es geht nun darum, den Weg weiter zu gehen, seriös und gewissenhaft weiter zu arbeiten und so hoffentlich noch viele, viele Gäste zufriedenzustellen.» Mit den 15 Punkten sei ein erstes Ziel erreicht, betonen Rabe und Egli, die beide von der Bestätigung der Leistung und einer langfristigen Etablierung im Bereich der Gourmet-Gastronomie – und natürlich auch von einem Stern träumen.

Hinweis

Mit der Ergänzung durch die Wart sieht nun die Zuger Gault-Millau-Liste aktuell so aus: 16 Punkte: Falken (Neuheim). 15 Punkte: Hirschen (Oberägeri), Wildenmann (Buonas), Wart, (Hünenberg). 14 Punkte: Hinterburgmühle (Neuheim), Blinker (Cham), Lindenhof (Unterägeri). 13 Punkte: Aklin (Zug), Zum Kaiser Franz im Rössl (Zug), Waldheim (Risch).

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