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Warum am 1. August auf dem Wildspitz zweifach gefeiert wird

Morgen findet auf dem Wildspitz der 9. ökumenische Gottesdienst statt. Die Stiftung Wildspitz feiert zudem offiziell ein Jubiläum.
Charly Keiser
Werbung für den Wildspitz-Gottesdienst.Bild: Charly Keiser (27. Juli 2019)

Werbung für den Wildspitz-Gottesdienst.Bild: Charly Keiser (27. Juli 2019)

Am Donnerstag wird auf dem Wildspitz, dem Dach der Stadt- und des Kantons Zug, zweifach gefeiert. Zum neunten Mal findet nämlich am 1. August um 11 Uhr der ökumenische Berggottesdienst statt und die Stiftung Wildspitz feiert an diesem Tag offiziell ihr 30-jähriges Bestehen.

Nur dank der am 18. Juli 1989 im Handelsregister eingetragenen Stiftung Wildspitz steht heute das Berggasthaus den Wanderern und Bikern überhaupt zur Verfügung. Denn als die Liegenschaft mit dem alten Holzhaus 1989 zum Verkauf stand, fürchteten sich vorab die Zuger Mitglieder der Zuger SAC Sektion Rossberg «um das Gasthaus auf ihrem Hausberg». Sie hegten die Angst, dass der Stützpunkt für die Wanderer an «fliegende Yogis oder andere Sekten» verkauft werde, was der Grund für die Stiftungsgründung und den Kauf der Liegenschaft war. 1989 kaufte die Stiftung das Berggasthaus, das in den Jahren 1887/88 erbaut wurde, der Familie Kauer für 1,1 Millionen Franken ab. Diese besass den «Spitz» zuvor 19 Jahre und investierte viel in das Haus. So gehen die Wasserfassung auf der Nordseite und die Elektrifizierung auf Anneliese und Christian Kauer zurück.

Holzhaus wird ein Raub der Flammen

In der Nacht vom 28. zum 29. Januar 2000 wurde das Berggasthaus ein Raub der Flammen. Es wird vermutet, dass ein Glimmbrand der Anfang der völligen Zerstörung des Hauses war. Nach zwei Jahren mit einem Provisorium in zwei Containern, wurde im Herbst 2002 der Neubau in Betrieb genommen. Zuvor war allerdings ein Kraftakt nötig, wie sich Alt-Stiftungsratsmitglied Albert Röthlin erinnert. «Wir mussten 1,9 Millionen Franken an Spenden generieren, um den Bau des neuen Hauses finanzieren zu können. Denn nur rund 2 Millionen wurden von der Gebäudeversicherung gedeckt.» Zu grossen Diskussionen und zahlreichen Leserbriefen führte die kantonale Verteilung der Spenden. Sprachen nämlich der Kanton Schwyz 50000 sowie die Schwyzer Kantonalbank deren 20000 Franken für den Wiederaufbau, steuerten der Kanton Zug 700000, die Stadt 500000 und die anderen Zuger Gemeinden 400000 an den Wildspitz-Neubau bei.

Schon bald soll der Terrassenboden des Berggasthauses Wildspitz saniert, sowie möglicherweise eine Terrassen-Beschattung und ein Cheminée zur Unterstützung der Heizung realisiert werden. Dies, sowie die Behebung der Schäden, die das Sturmtief Burglind Anfang 2018 anrichtete, schlagen mit rund 250000 Franken zu Buche. Die Stiftung Wildspitz plant zur Deckung des zusätzlichen Finanzbedarfs die Lancierung eines Fundraisings, wie Andreas Kleeb, Stiftungsrat und Verantwortlicher für die Restauration, erklärt.

Gottesdienst mit Alphorn- und Jodelklängen

«Doch zuerst wird morgen tüchtig gefeiert», ergänzt Kleeb. Nach dem ökumenischen Gottesdienst, den Jürg Rother, der reformierte Ägerer Pfarrer und Pater Karl aus Zug bestreiten, können die Besucher diverse Grilladen und Getränke geniessen. Samuel Kunz aus Frauenfeld unterhält die Gäste mit dem Alphorn und dessen Tochter Tabea singt und jodelt.

Dank des Regens der vergangenen Tage sind morgen in Sachen Feuerwerk und Höhenfeuer keine Restriktionen angesagt und diese können wohl morgen vom Wildspitz perfekt beobachtet werden. Ein eigenes Höhenfeuer wird auf dem Spitz allerdings erst im nächsten Jahr entzündet – vorausgesetzt das Wetter spielt dann mit.

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