Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weg mit dem Gesindel!

Andreas Faessler, Redaktor «Zuger Zeitung», über Drogenhandel in der Schweiz und verdiente Strafen.
Andreas Faessler
Andreas Faessler

Andreas Faessler

Ich schaue mir gelegentlich jene Doku-Sendungen an, in denen Zollbeamten an Grenzübergängen, Flughäfen, auf hoher See oder auch an Poststellen über die Schulter geschaut wird. Es ist zuweilen unfassbar, was die Leute alles über die Landesgrenzen bringen wollen. Oft verstossen sie gegen die Einfuhrrichtlinien eines Landes aus reiner Unwissenheit oder Unaufmerksamkeit – oder sie wollen einfach Zollgebühren und die Mehrwertsteuer umgehen. Die Geldstrafen sind je nach Land nicht unempfindlich, für die meisten ist es ärgerliches Lehrgeld. Mit manchen Leuten habe ich richtiggehend Mitleid, wo sie ganz offensichtlich ohne besseres Wissen gegen die Bestimmungen verstossen und dann verständlicherweise aus allen Wolken fallen.

Ganz anders empfinde ich, wenn sie versuchen, (harte) Drogen einzuführen, die für den Handel bestimmt sind. Hier können die Strafen für die Täterschaft meiner Meinung nach gar nicht hoch genug ausfallen.

Dass das Zuger Obergericht nun den Drahtzieher einer international agierenden Drogenbande zu 11 Jahren Haft verdonnert – ein in der Schweizer Rechtsprechung hohes Strafmass –, sehe ich als starkes Zeichen, auch wenn die Forderung der Staatsanwaltschaft von 15 Jahren meiner Ansicht nach noch angemessener gewesen wäre.

Drogenhandel, insbesondere im grossen Stil und mit besonders gefährlichem Stoff, ist schliesslich insofern ein besonders verachtenswertes Verbrechen, als es auf breiter Ebene fatale Folgen für Leib und Leben hat. Indirekt – nein, an sich direkt – sind Drogenhändler für bleibende körperliche sowie psychische Schäden und auch für den Tod vieler Menschen (mit)verantwortlich. Dieser Gedanke macht mich wütend. Umso mehr aus dem Grund, weil ich in Jugendjahren hautnah miterleben musste, wie Drogen einen der wichtigsten Menschen in meinem allernächsten Umfeld um ein Haar zerstört hätten. Und solange dieses Dreckszeug verfügbar ist, weil es Verbrecher gibt, die es anschleppen, so lange wird es das Schicksal vieler besiegeln.

Als indirekt «gebranntes Kind», das also schmerzlich mit angesehen hat, was der Konsum harter Drogen tatsächlich für Auswirkungen haben kann, ist es mir nur recht, wenn das verachtenswerte Gesindel, welches diesen Dreck ins Land schleust, so lange hinter Gitter wandert wie nur immer möglich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.