WEGZUG: «Es sieht nach einer Flucht aus»

Daniel Vasella hat seine Villa in Risch verlassen. Die Trauer über die Auswanderung des ehemaligen Novartis-Präsidenten hält sich in Grenzen.

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pi. Daniel Vasella kehrt der Schweiz den Rücken. Respektive: er ist bereits weg. Wie man in Risch, der Zuger Wohngemeinde des ehemaligen Novartis-Präsidenten, unserer Zeitung gegenüber bestätigt, hat sich Vasella schon im Januar bei der Gemeinde abgemeldet. Der «Sonntags-Blick» hatte die prominente Auswanderung mit Verweis auf vertrauliche Quellen bereits am Sonntag verkündet. Laut Peter Hausherr, Gemeindepräsident von Risch, hat auch Vasellas Frau die gemeinsame Villa verlassen. Warum das Paar wegziehe, sei ihm nicht bekannt, so Hausherr. «Über seine Beweggründe habe ich mit ihm nicht gesprochen.» In der Schweizer Politlandschaft scheint dem Topmanager jedenfalls kaum wer nachzutrauern.

«Man soll ihn gehen lassen»

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli redet von einem «schlechten Eindruck», den Vasellas Wegzug hintermache. «Es sieht nach einer Flucht aus», mutmasst er. «Ich hoffe, dass die Annahme der Abzocker-Initiative künftig nicht dazu führt, dass Männer wie Vasella die Schweiz verlassen.»

Anderen, etwa dem Luzerner Juso-Chef David Roth, der in den vergangenen Wochen immer wieder lauthals gegen Vasella gepoltert hatte, oder dem Luzerner CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger, ist der Wegzug des ehemaligen Topmanagers relativ gleichgültig. Roth sagt: «Er wird er der Schweiz nicht fehlen.» Und Lustenberger findet: «Wenn er sich in der Schweiz nicht mehr wohl fühlt, soll man ihn gehen lassen.»

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