Auf dem Kiesabbaugebiet Chrüzhügel sollen Weiher einem Neubau Platz machen

Die Rekultivierung des ehemaligen Kiesabbaugebiets Chrüzhügel in Sihlbrugg soll dieses Jahr beendet werden.

Tijana Nikolic
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In Sihlbrugg bei der ehemaligen Kiesgrube Chrüzhügel ist ein Neubau geplant. «Es ist noch nichts offiziell. Aber wir stehen in den Verhandlungen mit zwei KMU aus der Baulogistik, die sich hier ansiedeln möchten», sagt der Adrian Risi von der Grundeigentümerin Utigenhof AG. Bevor gebaut werden kann, müssen die zwei Weiher auf dem Grundstück aufgehoben werden. Dies sei Teil der Abschluss- und Rekultivierungsarbeiten des Chrüzhügels, heisst es von Projektverfasser Manuel Hartmann von der Ilu AG.

Auf der Gemeinde Baar liegt aktuell das entsprechende Baugesuch auf. Die Weiher als Absetzbecken werden mit dem Ende der laufenden Auffüllarbeiten des Kiesabbaugebiets und dem Rückbau der Radwaschanlage auf der Chrüzstrasse nicht mehr gebraucht werden. «Neu soll das in der Chrüzeggstrasse anfallende Wasser nicht mehr in die angrenzenden Weiher, sondern auf Höhe des Kreisels bei der Coop-Tankstelle in die öffentliche Meteorwasserkanalisation abgeleitet werden», sagt Manuel Hartmann. Das Kiesabbaugebiet Chrüzhügel sei ab zirka Mitte des Jahres aufgefüllt und rekultiviert.

Prüfen, ob Amphibien in den Weihern leben

Es sei vorgesehen, dass Wasser in den Weihern abzupumpen und den Schlamm auszubaggern. Weiter heisst es im Baugesuch, dass Mischproben des Schlammgehalts des unteren und oberen Weihers eine Belastung von beispielsweise einzelnen Schwermetallen ergeben haben. Daher muss der Schlamm nach der Abtrocknung in einer sogenannten Inertstoffdeponie entsorgt werden.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in den beiden Weihern Amphibien vorhanden sind und laichen. Ein allfälliger Bestand ist zurzeit nicht feststellbar, da diese im Winter nicht im Gewässer sind. Laichzeit ist üblicherweise von Mitte Februar bis Ende Juni. Deshalb werde im März vor Beginn der Arbeiten an den Weihern geprüft, ob in dieser Hinsicht Schutzmassnahmen während der Bauzeit getroffen werden müssen.

Das Projekt sei mit Gemeinde und Kanton sowie den betroffenen Grundeigentümern besprochen worden. «Die Behörden haben sich im Vorfeld positiv zum Projekt geäussert. Es führt zu keiner Beeinträchtigung von Anwohnern oder Umwelt», erklärt Projektverfasser Manuel Hartmann. Aus dem Baugesuch geht eine Grobkostenschätzung von 150000 Franken aus. Eine genauere Kostenschätzung sei im April vorgesehen. Einsprachen gegen das Bauvorhaben sind bis zum 19. Februar möglich.

In der früheren Version war der Artikel durch ein Bild illustriert. Dieses ist falsch, denn es zeigt nicht einen der Weiher, die aufgehoben werden, sondern das Retentionsbecken, das bestehen bleibt. Wir bitten um Verzeihung für diesen Fehler.