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Eine Weltcupsiegerin wirbt für das Skigebiet Sattel-Hochstuckli

Das Skigebiet Sattel-Hochstuckli liegt nicht auf einer mit viel Schnee gesegneten Höhenlage. Eine neue Beschneiungsanlage und Nadia Hürlimann-Styger sollen es richten.
Erhard Gick
Geschäftsführer Marcel Murri, rechts, hält ein korrodiertes Rohrstück der alten Anlage, Verwaltungsratspräsident Michael Iten und Nadia Hürlimann-Styger zeigen den neuen Pass. (Bild: Erhard Gick)

Geschäftsführer Marcel Murri, rechts, hält ein korrodiertes Rohrstück der alten Anlage, Verwaltungsratspräsident Michael Iten und Nadia Hürlimann-Styger zeigen den neuen Pass. (Bild: Erhard Gick)

«Wir haben Probleme mit der Schneemenge. Unser Skigebiet liegt in einer kritischen Höhe», sagte Michael Iten, Verwaltungsratspräsident der Sattel-Hochstuckli AG, anlässlich der gestrigen Medienorientierung.

Die stetig abnehmende Schneehöhe ist jedoch nicht das einzige Problem, mit dem sich die AG herumschlagen muss. Ausgerechnet auf den letzten Winterstart fiel die Beschneiungsanlage aus. Jetzt soll diese neu gebaut werden. Auf dem Sattler Familienskiberg schlägt man deswegen einen nicht üblichen Skikurs ein.

Finanzierung mit neuer Mehrjahreskarte

«Wir haben Schwierigkeiten, unsere Investitionen über übliche Bankdarlehen zu finanzieren. Jetzt möchten wir unsere Gäste in ein besonderes Projekt einbinden. Die Sattel-Hochstuckli AG hat zur Finanzierung einer neuen Beschneiungsanlage eine Mehrjahreskarte ins Leben gerufen. Mit dem Stucklipass, der in den drei Jahren nur etwa die Hälfte einer normalen Ganzjahreskarte kostet, möchten wir das Projekt finanzieren», sagt Marcel Murri, Geschäftsführer der Sattel-Hochstuckli AG. Wer also einen solchen Stucklipass kauft, braucht die nächsten drei Jahre keine Saisonkarte mehr. «Ich finde das eine super Idee», sagt die ehemalige vierfache Weltcupsiegerin Nadia Hürlimann-Styger. «Ich habe auf dem Hochstuckli Skifahren gelernt. Wir müssen alles unternehmen, damit das Gebiet überleben und als Skigebiet erhalten bleibt. Ich selbst habe mir bereits einen Stucklipass zugelegt», sagt die ehemalige Spitzenskifahrerin. Zusammen mit einem weiteren Sattler Bürger und einem unbekannten chinesischen Staatsbürger aus Zug zählt sie zu den ersten Kartenbesitzerinnen.

2000 verkaufte Stucklipässe als Ziel

«Wir wollen mit dieser speziellen Aktion die notwendigen Mittel für die Erneuerung der Beschneiungsanlage im Gebiet Hochstuckli und Bärenfang aufbringen», sagt CEO Michael Iten. Die Sanierung der bestehenden Anlage war nicht mehr möglich. Das Leitungsnetz der 30-jährigen Anlage ist teilweise durchgerostet. Marcel Murri hat berechnet, dass man rund 2000 solcher Stucklipässe verkaufen muss, um die Kosten der Anlage (rund 600000 Franken) und Rückstellungen für entgangene normale Saisonkartenverkäufe kompensieren zu können. Es werden Mittel von rund 1,5 Millionen Franken aus dem Kartenverkauf benötigt. Die Aktion ist befristet, weil bis zum 12. Mai entschieden werden soll, ob die Anlage noch diesen Herbst gebaut werden kann.

Die Sattel-Hochstuckli AG generiert rund 55 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Sommergeschäft, 45 Prozent im Winter. Das Gebiet verfügt über 14 Kilometer Skipisten. Engelstock und Talabfahrt können bereits mit Beschneiungsanlagen beschneit werden.

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