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Auf dem Walchwilerberg werden weltweit einzigartige Möglichkeiten geschaffen

Die ETH Zürich baut ihren Forschungsstandort Früebüel für 9 Millionen Franken aus. Zwei Tierarten können dadurch erstmals eingehend untersucht werden.
Raphael Biermayr
Auch der Kuhstall im Früebüel wird saniert und erweitert. (Bild: Maria Schmid (Walchwil, 7. Januar 2019))

Auch der Kuhstall im Früebüel wird saniert und erweitert. (Bild: Maria Schmid (Walchwil, 7. Januar 2019))

Dass sich menschliche Expats in Walchwil niederlassen, ist ein alter Hut. Bald aber werden es gewissermassen tierische sein – wenn auch nicht freiwillig. Denn am Forschungsstandort Früebüel der ETH Zürich ist ein 6 Hektaren grosses Gehege für Rehe sowie Damhirsche vorgesehen. Je 24 Tiere sollen Platz darin finden. Nach Auskunft von Markus Gross, Mediensprecher der Hochschule, stammen sie «aus bestehenden Haltungen im deutschsprachigen Raum».

Auf dem Walchwilerberg, auf genau 1000 Metern über Meer, würden dereinst einzigartige Möglichkeiten für die Forschung an diesen Arten bestehen: Auf Damwild bezogen schweizweit – auf Rehe bezogen sogar weltweit, schreibt der Mediensprecher. Die Untersuchungen umfassten die Bereiche Fruchtbarkeit, Ernährung, Verhalten sowie allgemein die Gesundheit von Wiederkäuern. «Diesbezügliche Erkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer Ernährungsgrundlagen im Rahmen einer zukunftsweisenden Landwirtschaft in Bergregionen», führt Gross aus.

Grössere Selbstständigkeit

Darüber hinaus werden der Kuh- und der Schafstall am Standort umgebaut. Die Zahl von gegenwärtig rund 75 Mutterschafen und 120 Lämmern sowie je 30 Mutterkühen und Kälbern werde beibehalten. Und schliesslich soll auch mehr Raum für Mitarbeiter entstehen. Insgesamt investiert die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 9 Millionen Franken in den Standort, der einer von vier Betrieben einer Forschungskooperation in der Schweiz ist.

Die Ausbaupläne existieren seit längerem, Ende 2017 wurde die Baubewilligung dafür erteilt. Gegenwärtig liegt eine Projektänderung öffentlich auf, die die Überdachung von Laufgängen vorsieht. Läuft alles wie vorgesehen, werden die Arbeiten im kommenden September abgeschlossen sein. Die Aufwertung des Früebüel erfolgt laut Ausführungen auf der Projektwebsite als Folge der Aufgabe des Standorts Chamau, der 2017 dem Kanton Zug veräussert wurde. Ausserdem liegt der Hauptbetrieb der erwähnten Kooperation in einiger Entfernung, namentlich im zürcherischen Lindau nahe Winterthur. Die Forscher auf dem Walchwilerberg sollen deshalb «selbstständiger» werden, heisst es dazu.

Die ETH Zürich führt den rund 62 Hektaren grossen Forschungsbetrieb bereits seit dem Jahr 1989. Zuvor war er von 1943 bis 1988 vom Bund als Militärstrafanstalt genutzt worden.

Besichtigung ist möglich

Wie auf der ausführlichen Website der erwähnten Forschungskooperation nachgelesen werden kann, wurde erst im Jahr 2010 das letzte Überbleibsel aus dieser Zeit entfernt – der Maschendrahtzaun.

Nach Abschluss der erwähnten Ausbauarbeiten wird es gemäss Markus Gross möglich sein, die neuen Gebäude und Einrichtungen im Früebüel zu besichtigen. Was die für die Wildtiere ausgewiesenen Gebiete betrifft, gilt jedoch «Betreten verboten»: Sie sollen nicht in ihrem Verhalten gestört werden, um die Forschungsergebnisse nicht zu beeinträchtigen.

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