«Weniger Gesetze»

Adrian Risi von der SVP kandidiert für den Nationalrat

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Der Zuger Adrian Risi will nach Bern und kandidiert für den Nationalrat.

Adrian Risi, weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur als ­Nationalrat entschieden?

Adrian Risi: Uns Schweizern ist es in den letzten Jahren einfach zu gut gegangen. Der Wohlstand lässt uns vergessen, was uns zum Erfolg geführt hat. Die Schweiz ist von ihrem Weg abgekommen und hat sich von linken und grünen «Rattenfängern» in standortschwächende Experimente verstrickt lassen. Statt aus der Position des Starken und Selbstbewussten zu agieren, gibt die Schweiz dem vermeintlichen Druck laufend nach. Der Hauptgrund dafür ist der immer schwächer werdende bürgerliche Block, der Terrain an die Minderheitsparteien abgegeben hat. Dies hat zur Folge, dass wir statt von Mehrheitsparteien von Minoritäten geführt werden. Die Schweiz muss zur alten Stärke finden, bevor wir in Probleme abdriften, mit welchen unsere Nachbarländer kämpfen. Dafür brauchen wir Unternehmer mit Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich im ­Nationalrat einsetzen würden?

Risi: Abbau der Staatsquote und Reduktion der Stellen beim Staat: Dadurch sparen wir direkt Geld das Gebot der Stunde. Positiver Nebeneffekt: bessere Rahmenbedingungen und weniger gesetzliche Hürden. Migration: Wenn wir jetzt nicht dafür sorgen, dass die Basis für eine geordnete Zuwanderung gelegt wird, verlieren wir die Kontrolle. Die Fehler, welche aus dem Gutmenschentum heraus entstehen, sind die Brutstätte enormer Probleme der Zukunft. Anpassung des NFA: Der Kanton Zug ist die Milchkuh der Nation. Das herablassende Gehabe der Nehmerkantone gegenüber den zahlenden Geberkantonen muss beendet werden. Mir ist bewusst, dass dies eine enorm schwierige Aufgabe ist. Aber wenn wir uns weiterhin wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten, ändert sich nichts.

Zug stellt drei Nationalräte, und alle kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Risi: Diese sind intakt; aber der «Gegner» heisst Thomas Aeschi. Er macht einen hervorragenden Job und hat daher sehr gute Chancen für eine Wiederwahl.

Weshalb sollen die Zuger ausgerechnet Sie wählen?

Risi: Als erfolgreicher Unternehmer habe ich bewiesen, dass ich in guten wie in schlechten Zeiten die Führungsrolle übernehmen kann. Ich kenne die Sorgen aller Bevölkerungsschichten und nehme diese ernst. Zug liegt mir am Herzen.

Persönlich

Adrian Risi (53) ist verheiratet und hat einen Sohn. Er wohnt in Zug und ist als Leiter Produktion und Technik bei der Jura Management AG, Aarau, tätig. Er engagiert sich in Kommissionen und im kantonalen Vorstand der SVP.