Weniger Staus, bessere Anschlüsse für Neuheim

In Neuheim sind Verkehrserhebungen durchgeführt worden.

Riccardo Cicchetti
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Neuheim zählte im Jahr 2018 2257 Einwohner. Als Verkehrshotspot ist die Gemeinde nicht bekannt. Eine Ortsplanungskommission, bestehend aus zwölf Mitgliedern, befasst sich seit Frühling 2019 dem Gesamtverkehrskonzept.

«Die Gemeinde Neuheim beabsichtigt nicht nur, ein Gesamtverkehrskonzept durchzuführen, sondern die gesamte Ortsplanung einer Gesamtrevision zu unterziehen», sagt Gemeindepräsident Daniel Schillig. Man wolle die Ortsplanung dem kantonalen Richtplan und dem Planungs- und Baugesetz anpassen. So könne man das im Jahr 2018 revidierte Raumplanungsgesetz umsetzen. «Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat Neuheim eine Ortsplanungskommission aus 12 Mitgliedern zusammengestellt, welche sich seit Frühling 2019 mit den Grundlagenarbeiten befassen», so Schillig weiter.

Siedlung und Verkehr aufeinander abstimmen

Doch inwiefern hängt das mit dem Gesamtverkehrskonzept zusammen? In der räumlichen Strategie, die bis 2040 umgesetzt sein soll, werden Themen wie Siedlungsentwicklung, Wachstum, Landschaft und eben auch Verkehr behandelt. Dabei sei der Abstimmung von Siedlung und Verkehr eine grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Möglichkeiten zur Verbesserung aufzeigen

Schillig gibt einen Überblick über die geplanten Schritte: «Praktisch werden die verschiedenen Verkehrsnetze für den motorisierten und öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Radverkehr untersucht, und mögliche Verbesserungen aufgezeigt. Dazu führen wir wie auch andere Gemeinden in Zug eine Verkehrserhebung durch und können so die Anzahl Fahrzeuge, Geschwindigkeiten und die Routenwahl ermitteln.» Die wichtigsten Erkenntnisse würden dann in einer Strategie verankert, welche anschliessend der Bevölkerung vorgestellt wird. «Diese Orientierungsveranstaltung wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres stattfinden. Wir möchten die Einwohnerinnen und Einwohner auch auf die Möglichkeit zur Mitwirkung aufmerksam machen», betont Schillig. «Die Einwohnenden würden aber auf jeden Fall frühzeitig über allfällige Änderungen informiert.»