Leserbrief

Wer etwas für den Wirtschaftsstandort tut – und wer nur davon redet

Zur Abstimmung über das Bundesgesetz zur AHV- Steuervorlage am 19. März

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Man kann als gewerblicher KMU-Unternehmer nicht immer mit den politischen Haltungen der Zuger Wirtschaftskammer (ZWK) einig sein. Wenn ich an den vorliegenden EU-Rahmenvertrag denke, bin ich dezidiert anderer Meinung. Der kürzlich durchgeführte Tag der Wirtschaft im Casino Zug zeigte, dass ich nicht der Einzige bin, der skeptisch ist. Danke Jürg Werner, CEO der Metall Zug, für Ihr klares Eintreten für den liberalen Schweizer Arbeitsmarkt, notabene mit flankierenden Massnahmen zum Schutze des Schweizer Lohnniveaus, welcher mir mit dem Rahmenvertrag akut gefährdet scheint, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen.

Man muss aber anerkennend und auch dankbar sein, wenn eine breit aufgestellte private Organisation wie die ZWK viel Richtiges für unseren Wirtschaftsstandort Zug macht. Die öffentliche Veranstaltung der ZWK in Steinhausen mit Bundespräsident Ueli Maurer, dem Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler, mit Ständerat Peter Hegglin und weiteren Teilnehmern war ein Erfolg und die Stimmbürger erhielten viele Informationen über eine letztlich enorm komplexe Vorlage.

Auch alle KMU im Kanton Zug – unabhängig davon, ob sie überhaupt Steuern zahlen, und es sind leider über 60 Prozent, die es nicht tun – werden direkt von der AHV-Steuervorlage profitieren. Als Arbeitgeber ist für mich die Wahl klar: Lieber einen starken, florierenden internationalen Handels- und Werkplatz Zug, dann kann ich meine zusätzlichen Sozialkosten (+0,15 Prozent, als 1.50 Franken auf 1000 Franken Lohnkosten) auch mittragen, als schmerzliche Verluste von Arbeitsplätzen durch wegziehende internationale Grossfirmen.

Es ist klar, dass das positive Zuger Abstimmungsergebnis von rund 53 Prozent der früheren Vorlage (USR III) viel Verbesserungspotenzial hat. Ich kann die verbesserte AHV-Steuervorlage, die am 19. März zur Abstimmung kommt, vorbehaltlos zur Unterstützung empfehlen. Sie ist eine Win-win-Situation: für den Wirtschaftsstandort Zug, für die kantonalen Finanzen und ein wichtiger Schritt zur Stärkung des wichtigsten Sozialwerks des Landes, der über 70-jährigen AHV. Nützen wir die zweite Chance – besser kommt es nicht mehr.

Philip C. Brunner, Präsident SVP Stadt Zug