Leserbrief
Wer wirtschaftlich profitiert, wird entlastet – der falsche Weg

Kantonale Abstimmung vom 7. März

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Der Steuersatz soll im Kanton Zug gesenkt werden. Damit sollen die finanziellen Folgen, die durch das Coronavirus entstanden sind, gelindert werden. Es ist richtig, dass die öffentliche Hand (auf allen Ebenen) etwas unternimmt, damit die negativen Folgen der Coronapandemie gemildert werden.

Die Steuern zu senken, hilft jedoch nicht den am meisten von der Pandemie betroffenen Personen und Firmen. Wer wegen der Pandemie ein tiefes Einkommen hat, zahlt so oder so nur wenig Steuern. Wer aber – wie viele sehr Reiche in der Pandemiezeit – gar wirtschaftlich profitiert hat, der wird entlastet. Diese Personen und Firmen profitieren wirklich, aber nur diese. Dem Durchschnittssteuerzahler ist es egal, ob er einmal im Jahr etwas mehr oder weniger Steuern zahlt. Er zahlt hingegen Monat für Monat zu viel Miete, weil die Nachfrage nach Wohnraum in unserem Kanton so gross ist. Schuld an der grossen Nachfrage ist der beispiellose wirtschaftliche Boom in unserem Kanton, angeheizt durch die sehr tiefen Steuersätze. Und nun soll also der kantonale Steuersatz weiter gesenkt werden. Das ist klar der falsche Weg, deshalb ein klares Nein zur Änderung des Steuergesetzes!

Stefan Hodel, Mitglied GGR; Alternative – die Grünen Stadt Zug