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Leserbrief

Werden diese Massnahmen wirklich reichen?

«So wird die Schweiz CO2-neutral», Ausgabe vom 28. September

Es ist super, wenn wir in der Schweiz zusehen, dass der CO2-Ausstoss bei uns «eliminiert» wird. Wir sprechen von Treibstoffabgaben oder Flugzuschlägen, die den CO2-Verbrauch eindämmen sollen. Werden diese Massnahmen wirklich reichen, um unsere Ziele zu erreichen? Sind das nicht nur «Mutmacher» unserer Politik, um uns aufzuzeigen, dass etwas gemacht wird. Wenn wir wirklich etwas bewirken wollen, müssen wir grundlegend unseren sogenannten Wohlstand überdenken. Treibstoffabgaben oder Flugzuschläge sind Promille von dem, was wir für unsere Natur und Mitmenschen machen müssen, wenn wir den CO2-Verbrauch verringern oder auf null setzen wollen und unserer Erde etwas Gutes tun wollen. Über 60 Prozent unseres CO2-Verbrauches, werden aber vor allem durch unseren «Wohlstand», im Ausland angehäuft. Importe von Lebensmittel, Kleider, elektrischen Geräten und so weiter treiben unseren CO2-Verbrauch im Ausland in die Höhe. In diesem Moment der langsamen Zerstörung unseres Planeten, wird unser «Wohlstand» nicht hinterfragt. Sehr bedenklich! Im Gegenteil, unser «Wohlstand» soll noch immer mehr wachsen. Dass wir dabei Menschen in anderen Teilen dieser Welt mit in den Abgrund reissen, scheint keine sehr wichtige Rolle zu spielen. Es ist schon sehr egoistisch und überheblich von uns, wenn wir weiterhin so leben, als gebe es nur uns und sind dabei der Meinung, wir hätten Ressourcen, wie zum Beispiel Luft bis zum Abwinken. Der Mensch mit einem hohen «Wohlstand», hat das Gefühl, dass die Natur einen Teil der Menschheit sei, den wir zu unseren Gunsten manipulieren können, wie wir wollen. Dabei geht aber vergessen, dass es genau andersrum ist. Denn der Mensch ist ganz klar ein Teil der Natur. Ohne die Natur wäre der Mensch nicht das, was er ist. Es ist schon sehr traurig, wenn unser sogenannter «Wohlstand» mit Schuld ist an der Zerstörung unserer aller Welt.

Mein Vorschlag zu unserem «Wohlstand» und zur Verbesserung des Weltwohles ist: Weniger ist manchmal einfach mehr.

Martin Iten-Iten, Alosen

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