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Werkjahr: Künstlerische Eindrücke aus Zug

Seit diesem Wochenende ist die Wettbewerbsausstellung des Zuger Werkjahrs in der Chollerhalle geöffnet. Werke verschiedenster Kunstschaffender aus dem Kanton können dort bestaunt werden.
Nils Rogenmoser
Ein breites Kunstangebot erwartet die Besucher an der Wettbewerbsausstellung zum Zuger Werkjahr in der Chollerhalle Zug. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. Juni 2018)

Ein breites Kunstangebot erwartet die Besucher an der Wettbewerbsausstellung zum Zuger Werkjahr in der Chollerhalle Zug. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 24. Juni 2018)

Seit 1978 vergibt der Kanton Zug in jedem Jahr Förderbeiträge von 120'000 Franken. Junge Künstlerinnen und Künstler profitieren davon und können so ihren Traum ausleben, wobei auch die künstlerische Entwicklung im Kanton unterstützt wird. Das Zuger Werkjahr ist ein Wettbewerb, der anerkannten Künstlerinnen und Künstlern des Kantons die Möglichkeit bietet, während eines Jahres an einem Projekt zu tüfteln und dieses schliesslich auszustellen. Es gibt einige Kriterien, um mitzumachen – so beträgt das Höchstalter 40 Jahre und man muss seit drei Jahren, oder früher einmal während zehn Jahre, im Kanton gelebt haben. Von einer externen Jury werden die Arbeiten dann bewertet und Beträge in der Höhe von 50'000 Franken ausbezahlt.

Der Ausstellungsraum in der Chollerhalle ist spärlich beleuchtet, gedämpft erklingen Stimmen und Töne aus Bildschirmen, die zu den Ausstellungen gehören. Der Videoartist und Graphic ­Designer Lukas Meier präsentiert zwei Arbeiten. «Cryptovalley 2218» zeigt die Stadt Zug in 200 Jahren: «Diese Bilder habe ich für ein Magazin gestaltet. Integriert sind in meine Überlegungen der Klimawandel und die zunehmende Autonomie der Städte. Durch die Pionierrolle der Stadt Zug in der Kryptotechnologie sind Tausende Spezialisten in die Stadt gezogen, wobei die Eisenbahn auf dem Zugerberg etwa durch eine Magnetschwebebahn ersetzt wurde.» Zu ernst gemeint sei die Zukunftsvision dann doch nicht, meint er mit einem Schmunzeln. Im zweiten Projekt habe er in vier internationalen Städten Umrisse auf Häuser projiziert: «Ich bin auf Dächer geklettert und habe einiges erlebt.»

Über 30 Bewerbungen jedes Jahr

Corinne Wegmüller ist zum dritten Mal Projektleiterin des Zuger Werkjahres und erklärt die Diversität der Arbeiten: «Jährlich haben wir etwa 30 bis 35 Bewerbungen, wobei auch in den Sparten Musik, Film und Literatur ausgestellt wird. So kann eine möglichst breite Förderung sichergestellt werden.» Es schwinge auch ein Hauch Nostalgie in der Ausstellung mit, so Wegmüller weiter: «Diese Künstler sind auf der ganzen Welt unterwegs. Es ist schön, dass viele mit der hiesigen Ausstellung zu ihren Wurzeln zurückfinden.»

Alle paar Meter eröffnet sich in der Chollerhalle eine neue künstlerische Welt. Yvonne Christen Vágner muss ihren gewölbten Moosteppich, auf dem Teile eines Kristallleuchters liegen, regelmässig bewässern: «Mich fasziniert das Zusammenspiel des Natürlichen und Künstlichen. Moos verträgt Glas im Gegensatz zu Metall sehr gut, es ist sozusagen eine Symbiose entstanden.» Auch schwinge die Thematik der subjektiven Wertvorstellung mit: «Der Kristallleuchter repräsentiert das materiell Kostspielige; ist eine intakte Natur jedoch nicht viel wertvoller?», fragt die Künstlerin.

Die Arbeiten der verschiedensten Zuger Kunstschaffenden lässt man am besten selbst auf sich wirken. Zeit dafür gibt es – heute Montag von 16 bis 20 Uhr und am kommenden Mittwoch, 27. Juni, von 12 bis 18 Uhr ist die Ausstellung noch geöffnet.

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