Wertvolle Moorlandschaft besser schützen

Die Maschwander Allmend ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Kanton Zug. Allerdings verkraften manche der sehr empfindlichen Lebensräume und Tierarten die Zunahme der Störungen immer weniger. Als Grundlage für Massnahmen zur besseren Besucherlenkung soll daher der Schutzplan von 1997 revidiert werden.

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Die Moorlandschaft Maschwanden wird in unterschiedliche Schutzzonen unterteilt. (Bild: PD)

Die Moorlandschaft Maschwanden wird in unterschiedliche Schutzzonen unterteilt. (Bild: PD)

Der Schutzplan 1997 für die Moorlandschaft Maschwander Allmend regelt detailliert, wie die Moore und alle anderen wertvollen Lebensräume geschützt und unterhalten werden müssen. Mit der vorliegenden Teilrevision Schutzplan sollen die Bestimmungen zur Erholungsnutzung ergänzen werden. Gleichzeitig soll die Revision dafür genutzt werden, den Schutzplan zu aktualisieren und die Lesbarkeit zu verbessern.

Besucherlenkung bedeutet nicht einfach nur eine Verschärfung von Regeln und deren Durchsetzung. Vielmehr geht es darum, den Nutzungsdruck in den besonders sensiblen Gebieten zu reduzieren und in weniger empfindliche Gebiete zu verlagern, heisst es in einer Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zug vom Donnerstag. Dafür sollen diese Gebiete für die Erholung aufgewertet werden, um attraktive Alternativen anzubieten.

Die Moorlandschaft Maschwanden wird in unterschiedliche Schutzzonen unterteilt. (Bild: PD)

Die Moorlandschaft Maschwanden wird in unterschiedliche Schutzzonen unterteilt. (Bild: PD)

Für die Moorlandschaft Maschwander Allmend heisst dies konkret, dass die äusserst wertvolle und störungsempfindliche Naturschutzzone nördlich des Allmendweges bis zum eigentlichen Rüss-Spitz von Erholungsnutzungen entlastet werden muss. Im Gegenzug wird dafür das Gebiet zwischen Allmendweg und Mühlauerstrasse für die Erholung aufgewertet.

Die Teilrevision des Schutzplans wird von der Holzkorporation Maschwanden als grösster Grundeigentümerin, den Gemeinden Hünenberg, Cham und Maschwanden, der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzkommission NLK, den kantonalen Fachstellen, dem Verein LEK Reuss, der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) unterstützt. Die öffentliche Auflage startet am Freitag 27. Mai 2011 mit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Zug.

pd/zim