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WETTBEWERBSFÄHIGKEIT: Zug bleibt wettbewerbsfähigster Kanton

Zug bleibt der wirtschaftlich wettbewerbsfähigste Kanton der Schweiz, gefolgt von Zürich und Basel-Stadt. Die von der UBS jährlich erstellte Rangliste hat sich 2013 kaum verändert. Masseneinwanderungsinitiative und Unternehmenssteuerreform könnten dies ändern.
Zug bleibt der wettbewerbsfähigste Kanton der Schweiz. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Zug bleibt der wettbewerbsfähigste Kanton der Schweiz. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative könne das Wachstumspotenzial negativ beeinflussen, erklärte die UBS in der Medienmitteilung zu dem am Dienstag publizierten Kantonalen Wettbewerbsindikator (KWI).

Einerseits könnten Spannungen mit der EU den europäischen Marktzugang einschränken. Stark betroffen wären Kantone, die einen bedeutenden Teil ihrer Wirtschaftsleistung in den EU-Raum exportieren, halten die Ökonomen der Grossbank fest.

Andererseits dürfte sich das Angebot an Arbeitskräften je nach Umsetzung der Kontingentierung limitieren und verteuern. Da in den Kantonen Tessin, Genf und Waadt die Beschäftigungszunahme der letzten Jahre stark durch Grenzgänger und Zuwanderer getrieben war, dürften diese Kantone laut UBS die Kontingentierung am meisten spüren.

Aber auch die Tourismusbranche dürfte ohne günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, worunter insbesondere die Kantone Graubünden und Wallis leiden würden. Die beiden Bergkantone gehören vor dem Schlusslicht Jura unverändert zu den Kantonen mit der geringsten Wettbewerbsfähigkeit.

Druck auf Steuerprivilegien

Vieles hängt nach der Annahme der Initiative von deren Umsetzung ab. Dies gilt auch für die Unternehmenssteuerreform III, mit der auf Druck von EU und OECD Steuerprivilegien für Erträge im Ausland beseitigt werden sollen.

Zusätzlich zu den Herausforderungen der Masseneinwanderungsinitiative dürften die Kantone Genf (Platz 10) und Waadt (Platz 9) bei der Unternehmenssteuerreform die grössten Einbussen erleiden, erklärte UBS-Ökonom Elias Hafner auf Anfrage.

Betroffen sind weitere Kantone, wo der Anteil internationaler Holding- und Sitzgesellschaften sowie von Schweizer Firmen mit bedeutenden Auslandgeschäften hoch ist. Dazu zählen auch die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Neuenburg, Zug und Schaffhausen, wie Hafner ausführte.

Bei Abschaffung der Steuerprivilegien drohen Wegzüge internationaler Firmen; oder Einnahmeausfälle, wenn die Besteuerung für inländische Erträge nach unten gleichgesetzt wird. In Zug und Schaffhausen seien die Differenzen der Steuersätze relativ gering, sagte der UBS-Ökonom.

Die beiden Basel hoffen mit Blick auf ihre Chemie- und Pharmaindustrie auf so genannte Lizenzboxen. Mit ihnen würden Patent- und Lizenzgebühren steuerlich bevorteilt. Genf dagegen dürfte es schwieriger haben, dass auch die vielen dort ansässigen Rohstoffhändler von einem Forschungsbonus profitieren.

«Wachstumsdreieck»

Gemessen an den zehn Kriterien des aktuellen Wettbewerbsindikators der UBS, zeichnet sich «ein Wachstumsdreieck zwischen Basel, Zürich und der Zentralschweiz» ab.

Für die Kantone in diesem Dreieck seien überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten von deutlich über 2 Prozent pro Jahr möglich. Sie schliessen bezüglich Faktoren wie Arbeitsmarkt, Finanzspielraum, Kostenumfeld, Innovation und Dynamik am besten ab. Die zum dritten Mal erstellte Rangliste hat sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal verändert.

In Bern sowie in der Ost- und Westschweiz - mit Ausnahme des Kantons Waadt - dürfte demnach das Wachstum leicht tiefer ausfallen als im Landesdurchschnitt. Das schwächste Wirtschaftswachstum werden gemäss UBS-Modellrechnung die Kantone Jura und Uri aufweisen. Auch das Wallis und Graubünden dürften nur leicht über 1 Prozent pro Jahr zulegen.

sda

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