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WETTER: Schneefall mit Tücken im Kanton Zug

Just auf den Morgenverkehr fing es am Montag an zu schneien. «Feiner, klebriger Schnee», sagt der Fachmann. Abgesehen von einem langsameren Vorwärtskommen, war es aber ein Morgen wie so manch anderer.
Zoe Gwerder
Wie der Schnee den Hirschen im kleinen Hirschgarten in der Schützenmatt gefällt, ist schwer zu sagen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. Dezember 2017))

Wie der Schnee den Hirschen im kleinen Hirschgarten in der Schützenmatt gefällt, ist schwer zu sagen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 12. Dezember 2017))

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

«Am Montag war speziell, dass es erst gegen 6 Uhr zu schneien begonnen hat», erklärt der Hünenberger Werkmeister, Florian Bruderer. «Normalerweise haben wir die Vorgabe, vor dem Hauptverkehr zu räumen – das war nicht möglich.» Während der Hauptverkehrszeiten mit den Pflügen unterwegs zu sein, sei meist ziemlich aufreibend. «Wenn der Schneefall jedoch erst einsetzt, wenn die Leute bereits unterwegs sind, ist es viel entspannter.» So sei auch am Montag alles sehr gut gegangen. In Hünenberg waren vier Fahrzeuge des Werkhofs unterwegs, um die Strassen vom Schnee zu befreien. Hinzu kam eine Zweierequipe, die die Handarbeit erledigte, sprich Treppen, Bushäuschen, aber auch Übergänge, die mit den Fahrzeugen nicht zugänglich sind, räumte.

In der Stadt Zug standen elf Fahrzeuge im Einsatz. «Wir wussten, dass etwas kommt», so der Co-Leiter des städtischen Werkhofs, Peter Roos. «Wir waren bereits vor 5 Uhr morgens draussen und haben auf die gefrorenen Stellen Salz gestreut.»

Ein ganz normaler Morgen war es hingegen offenbar in Unterägeri, wie Werkhofleiter Urs Muff sagt. «Von der Tobelbrücke her aufwärts ist man sich den Schnee halt gewohnt.»

Auch bei der Zuger Polizei war es sehr ruhig. «Die Leute haben ihre Fahrweise gut dem Wetter angepasst», sagt Sprecherin Judith Aklin. Bei fünf Unfällen gab es nur bei einem Verletzte. Bei einer Frontalkollision auf der Ägeristrasse verletzte sich ein 29-jähriger Mann leicht und wurde vom Rettungsdienst ins Spital eingeliefert. Zusätzlich sucht die Polizei bei einem Unfall auf der Autobahn A4 noch Zeugen. Zwischen der Einfahrt Lindencham und der Verzweigung Blegi haben sich zwei Fahrzeuge seitlich gestreift, als sie die Spuren wechseln wollten. Der Unfall ereignete sich kurz vor 7.30 Uhr.

«Der Schnee war fein und aggressiv»

Das Räumen der Autobahnen im Kanton Zug führte am Montag zusätzlich zu kurzzeitigen Staus. «Unsere Fahrzeuge können beim Pflügen nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren», erklärt Roger Flori. Er ist Fachspezialist Winterdienst bei Zentras des Kantons Luzern, welche im Auftrag des Bundesamtes für Strassen auch für die Schneeräumung der Nationalstrassen im Kanton Zug verantwortlich ist. Wie er sagt, fahren die Schneeräumfahrzeuge extra versetzt nebeneinander in einem Konvoi. «Denn würde uns jemand überholen und vor uns auf der schneebedeckten Strasse ins Schleudern kommen, würde die ganze Autobahn blockiert werden.» Am Montag sei die Arbeit speziell gewesen, da der Schnee sehr fein und aggressiv war, wie Flori es nennt. «Der feine, trockene Schnee setzt auf den Strassen sehr schnell an und klebt sich fest.» Und wenn man im Hauptverkehr pflügen müsse, wie das am Montag der Fall war, sei es immer eine Gratwanderung: «Wir wollen die Strassen räumen und gleichzeitig den Verkehrsfluss nicht allzu stark behindern.» Für die Autobahnen des Kantons Zug benötigt die Organisation rund eindreiviertel Stunden, bis sie geräumt sind.

Verkehr führte zu Verspätungen

Auch im öffentlichen Verkehr ging im Kanton Zug das meiste so, wie an jedem Morgen. Gemäss den Zugerland Verkehrsbetrieben gab es einzig auf den Berglinien 1 und 2, also in Richtung Oberägeri und Menzingen, Verspätungen von bis zu zehn Minuten. «Dies war aber weniger aufgrund des Schnees, sondern vielmehr wegen des hohen Verkehrsaufkommens», sagt Sprecherin Kathrin Howald.

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