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Leserbrief

Wider den Konsumrausch

Zu Weihnachtszeit und Rahmenvertrag

Karl Valentin, ein hochintelligenter Münchner Komiker, hat schon vor Jahrzehnten mal geschrieben: «Wenn die stille Zeit vorbei ist, wird es wieder ruhiger.» Ich vermute, damals war es nicht so krankhaft wie heute, wo wir an Feiertagen die Konsumtempel öffnen, um «regionale» Produkte aus «Südspanien» zu kaufen und vergessen, dass unsere Region auch im Winter eine vollauf genügende Palette an gesunden Produkten bietet. Nein, wir kaufen zu 90 Prozent Waren, die nicht zu uns passen und, da ausserhalb der Saison, auch ohne Nährwert sind. Wir kaufen Geschenke, die niemand braucht, und öffnen für dieses sinnlose Handeln an Feiertagen die Tempel des Konsums. Die Weihnachtszeit wäre eigentlich eine Brachzeit. In der wir zur Ruhe kommen könnten. In dieser Zeit könnten wir für das nächste Jahr auftanken. Aber nein, wir konsumieren, weil Einkaufen zu einer Religion in unserer inhalts­leeren Welt wurde. Die Weihnachtszeit ist eine armselige Karikatur dessen geworden, was wir Fortschritt nennen. Werte und Inhalt zählen nicht mehr, sondern Geld und Image.

In der Politik ist das Gleiche zu vermerken. Da unterwirft sich die Schweiz mit einem Rahmenabkommen, welches das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben wurde. Unsere Politiker verkaufen es als Verhandlungserfolg und lügen uns an, wie wenn wir keine Schulbildung hätten und nicht merkten, was uns hier vorgesetzt wird. Aber Haupt­sache, die Wirtschaft wird befriedigt und kann weiter mit der EU handeln, koste es auch unsere Gesundheit und unsere Souveränität. Denn je mehr wir uns öffnen, desto mehr gewinnt der sinnlose Konsum, desto mehr Ware aus dem EU-Raum wird uns untergejubelt.

Ich wünsche mir in der Weihnachtszeit mehr Werte, weniger Konsum, mehr Brachzeit und Ruhe.

Michel Ebinger, Rotkreuz

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