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Wie erfolgreich sind Zuger Gymnasiasten?

Das Bundesamt für Statistik erhebt Daten zum Studienverlauf von Maturanden. Diese sind jedoch nicht öffentlich. In einem Vorstoss wird nun gefordert, dass sich der Regierungsrat beim Bund für die Herausgabe der Daten einsetzt.
Laura Sibold
Eines der neuen Schulzimmer in der Kantonsschule Menzingen. Die Daten zum späteren Studienverlauf der Maturanden sind derzeit nicht öffentlich. ((Christian H. Hildebrand, Zuger Zeitung(Menzingen 16.8.2018))

Eines der neuen Schulzimmer in der Kantonsschule Menzingen. Die Daten zum späteren Studienverlauf der Maturanden sind derzeit nicht öffentlich. ((Christian H. Hildebrand, Zuger Zeitung(Menzingen 16.8.2018))

Rund 230 Schülerinnen und Schüler schlossen dieses Jahr das Kurz- oder Langzeitgymnasium an den Kantonsschulen Zug und Menzingen ab. Mit der Matura im Sack machen sich die meisten von ihnen auf den Weg an eine Universität oder Hochschule.

Das Bundesamt für Statistik erfasst seit Jahren schweizweit umfangreiche Daten zum Studienverlauf von Maturanden. «Das sind beispielsweise Daten über Studienrichtung und Abschluss an weiterführenden Schulen wie etwa Fachhochschulen, Universitäten oder die ETH», erklärt Kantonsrat Willi Vollenweider (parteilos/Zug). Er stört sich daran, dass diese Daten nicht öffentlich sind, und hat Mitte November die Motion «Qualitäts-Management der Zuger Gymnasien mit Erfolg: Vorhandene Daten zum Studienerfolg publizieren» eingereicht. Letzte Woche wurde der Vorstoss an die Regierung überwiesen. Mit der Motion soll der Regierungsrat beauftragt werden, sich bei den Bundesbehörden für die Herausgabe der erhobenen Daten einzusetzen.

Schweizweite Vergleiche sind zurzeit kaum möglich

Die Fachstelle für Statistik des Kantons Zug bestätigt, die Daten vom Bundesamt für Statistik erhalten zu haben. Die Publikation der Erfolgsquoten nach Schule sei aber an eine kantonale Gesetzgebung sowie die Einverständniserklärung der betroffenen Schulen gebunden.

«Wir benötigen schweizweite Daten um zu sehen, wo die Zuger Gymnasiasten im nationalen Vergleich stehen. Um etwas verbessern zu können, müssen wir wissen, wo die Stärken und Schwächen unserer Schüler liegen», argumentiert Vollenweider. Diese Vergleichsgrössen seien vor allem für die Steuerungsorgane der Zuger Bildungswege zentral. Dazu zählt die kantonale Mittelschulkommission, in welcher Vollenweider jahrelang Mitglied war. «Die Schulkommission fällt ihre qualitätssteuernden Entscheide ohne Zugang zu den dazu zwingend benötigten Entscheidungsgrundlagen.» Das sei Qualitätsmanagement im Blindflug. Zudem seien die Daten nicht nur für alle Steuerungsorgane des Bildungswesens wichtig. Auch die Schüler sowie deren Eltern und die ganze Öffentlichkeit hätten einen Anspruch auf die Daten.

Kantonsschulen sind dem Anliegen wohlgesinnt

Sowohl Markus Lüdin, Rektor der Kantonsschule Menzingen, als auch Peter Hörler, Direktor der Kantonsschule Zug, teilen das Motionsanliegen. Beiden Schulleitern ist es wichtig, über ein möglichst fundiertes Steuerungswissen bezüglich des Studienerfolgs ihrer Schüler zu verfügen. Hörler und Lüdin plädieren aber auch für eine gründliche Analyse und einen sorgfältigen Umgang mit den Daten. «Um politische Schnellschüsse und Fehlinterpretationen zu vermeiden, müssen die Zusammenhänge sorgfältig analysiert werden. Nur so können sinnvolle Schlussfolgerungen für den Handlungsbedarf einer Schule gezogen werden», sagt Lüdin. Die Schulleiter weisen zudem darauf hin, dass sich auch die Bildungsdirektion im Rahmen der Strategie der kantonalen Schulen um die Zahlen zu kantonalen Übertritts-, Eintritt- und Abschlussquoten sowie Angaben zu Studienverläufen bemüht.

Auch auf nationaler Ebene wurde im September ein entsprechender Vorstoss grossmehrheitlich angenommen. Willi Vollenweider geht das aber nicht schnell genug. «Es würde Jahre dauern, bis die kantonalen Gremien Zugang zu den wichtigen Informationen erhalten, wenn sie nichts unternehmen», rechtfertigt der Kantonsrat seine Motion. «Wir wissen nicht, wie erfolgreich die Zuger Gymnasiasten auf ihrem Studienweg sind. Diesen Umstand gilt es zu ändern.»

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