Leserbrief

Wie glaubwürdig ist die Zuger SP?

«Grundsätze, kein Kochbuch», 
Ausgabe vom 5. Juli

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Das bestehende Notorganisationsgesetz entspricht in vielen Belangen nicht mehr den heutigen Anforderungen für eine Notfallversorgung. Deshalb hat der Kantonsrat als Ersatz das neue Bevölkerungsschutzgesetz beraten. Der SP-Sprecher hat während der Behandlung dieses «Ersatzgesetzes» kundgetan, dass die SP den Begriff «Notstand» kategorisch ablehnt.

Das ist ein krasser Widerspruch zum Verhalten einiger SP-Vertreterinnen, welche im Kantonsrat vor wenigen Wochen vehement die Ausrufung des «Klimanotstands» gefordert haben. Dieses Verhalten der Zuger SP ist genauso unglaubwürdig, wie mit 20 Kandidatinnen und Kandidaten in den Nationalratswahlkampf zu ziehen.

Denn längst nicht alle dieser Personen streben in Wirklichkeit ein solches verantwortungsvolles Amt überhaupt an (Armin Jans, Dolfi Müller, Eusebius Spescha) und verschiedene erscheinen zum wiederholten Mal auf einer Wahlliste. Masse statt Klasse scheint das SP-Motto zu sein. Das Wahlsystem lässt x-beliebig viele Listen einer Partei zwar zu. Aber die Wählerschaft wird kaum gewillt sein, sich durch diesen Listendschungel zu kämpfen, was der Stimmbeteiligung abträglich ist.

Cornelia Stocker, 
Kantonsrätin FDP, Zug