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Unicef-Label: Wie kinderfreundlich ist die Stadt Zug?

Um das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» zu behalten, hat die Stadt Zug auch Kinder befragt.
Laura Sibold

Die Stadt Zug hat 2016 als 20. Gemeinde in der Schweiz das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» erhalten, welches Orte auszeichnet, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen. Damals erarbeitete die Stadt einen Massnahmenplan mit 25 Aspekten zur Kinderfreundlichkeit, der vom Stadtrat verabschiedet wurde.

Einige dieser Massnahmen, wie etwa eine eigene Seite im Stadtmagazin für Kinder und Jugendliche sowie die Gründung von Schülerräten auf Primar- und Oberstufe, wurden bereits umgesetzt. Zudem hat die Stadt Zug dieses Jahr erstmals eine quantitative und qualitative Befragung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen durchgeführt – ebenfalls eine der 25 Massnahmen. Die Resultate dieser Befragung fliessen laut Fabian Büechi, Fachstellenleiter Soziokultur, in den neuen Massnahmenplan ab 2020 ein und dienen gleichzeitig der Rezertifizierung des Unicef-Labels. Denn zurzeit befindet sich die Stadt Zug im Rezertifizierungsprozess, damit sie das Label auch in den Jahren 2020 bis 2023 führen kann.

Mehr Freizeitangebote und Grünraum gewünscht

Insgesamt nahmen an der Befragung 566 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren aus allen Stadtzuger Quartieren teil. Je nach Alter wurden Gruppeninterviews durchgeführt oder Online-Fragebögen ausgefüllt. Im Zentrum standen die Fragen, wie wohl sich Kinder und Jugendliche in der Stadt Zug fühlen und wie die Stadt noch kinder- und jugendfreundlicher werden kann.

«Ein Blick in die nun vorliegenden Ergebnisse zeigt ein erfreuliches Bild»,

resümiert Fabian Büechi. Über alle befragten Altersklassen hinweg fühlen sich Kinder und Jugendlichen nämlich sehr wohl in der Stadt Zug.

Auf einer Skala von 1 bis 10 liege der Durchschnittswert über 8 und die Note 10 sei knapp 200 Mal vergeben worden. «Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte, die zeigen, wo man mit künftigen Massnahmen ansetzen kann», erklärt Büechi. Statistische Aussagen liessen sich damit allerdings keine machen. So würden sich beispielsweise Kinder fast jeder Altersklasse Verbesserungen im Schulsystem wünschen, wohl auch aus dem Grund, dass sie viel Zeit in der Schule verbringen. Daneben wünschen sich die Schüler der 3. bis 6. Primar mehr Grünraum, eine Verbesserung des Verkehrs sowie eine Optimierung der Sport- und Freizeitaktivitäten.

Massnahmenplan kommt bald vor den Stadtrat

Die Sekundarschüler nennen ebenfalls am häufigsten den Bereich Schulsystem optimieren, gefolgt von mehr Freizeit­angeboten für Kinder und Jugendliche. Sie würden auch eine Aufwertung des Schulhauses Loreto, bessere Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Optimierung des öffentlichen Verkehrs begrüssen. Der Wunschkatalog der Kindergarten- und Unterstufenkinder reicht von mehr Sportaktivitäten wie etwa Kletter- oder Trampolinhallen, weniger Littering, mehr Ausflügen und einem Game-Shop bis hin zum Wunsch, in ein eigenes Schloss zu ziehen.

Zurzeit ist die Stadt Zug dabei, den neuen Massnahmenkatalog für die nächsten vier Jahre zusammenzustellen. Dieser wird voraussichtlich im September dem Stadtrat vorgelegt. «Geplant ist, dass wir am Kinderrechtstag vom 20. November die Rezertifizierung feiern können», verrät Fabian Büechi. Der Zeitplan dazu sei aber ambitioniert, da der Rezertifizierungsprozess für das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» mehrstufig sei. Die Befragung, wie sie dieses Jahr erstmals bei Kindern und Jugendlichen in der Stadt Zug gemacht worden ist, soll in Zukunft alle vier Jahre durchgeführt werden.

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