Leserbrief
Wie komme ich künftig zu Kleingeld?

Zum Trend hin zu bargeldlosem Bezahlen

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Der Trend geht immer stärker hin zu bargeldlosem Bezahlen. Von allen Seiten wird das bargeldlose Zahlen propagiert. Zahlreiche Kreditkarten werden angeboten, wie Master Card, Maestro Karte, Karte von Postfinance, die Karte von Visa. Die Banken forcieren das bargeldlose Zahlen per Twint und bieten bei reger Benutzung sogar fette Prämien in Form von Wettbewerben an. E-Banking ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Jetzt, in der Coronakrise wurde ganz allgemein grossen Wert auf das bargeldlose Zahlen gelegt. Denn Bargeld wurde als eine Virenschleuder gewertet.

Grundsätzlich unterstütze ich diese Welle des bargeldlosen Zahlens. Ich halte mich strikte daran. Kürzlich benötigte ich nach vielen Monaten Bargeld. Am Bancomaten ist mir bewusst geworden, wie lange Zeit ich keine Bezüge mehr getätigt hatte. Nach so langer Zeit hatte ich den für diesen Geldautomaten erforderlichen PIN vergessen. Dieses Problem konnte ich lösen. Der Bancomat ist ein nützliches Instrument, wenn es um grössere Beträge geht, sprich Notengeld.

Ab und zu ist Münzgeld sehr nützlich. Sei dies für Parkgebühren, oder für Trinkgelder im Restaurant oder für Handwerker, oder als Depot für den Einkaufswagen beim Grossverteiler. Da war ich eines Tages so weit, dass ich nur ein paar Rappen Münzgeld im Portemonnaie hatte. Kein Problem, dachte ich. Meine Bank ist die Raiffeisenbank in Cham. Ein moderner Neubau. Aber der moderne Neubau, verbunden mit moderner Technik, das ist offenbar das neuzeitliche Problem für den Bürger. Ich begab mich bei der Raiffeisenbank zur Empfangsdame. Mein Anliegen war, Münzgeld in Ein-, Zwei- und Fünffrankengrösse im Gesamtbetrag von 30 Franken zu beziehen. Zu meinem Erstaunen musste ich zur Kenntnis nehmen, dass Münzgeld ausschliesslich in Rollen bezogen werden kann. Ich habe aber keine Verwendung für ganze Rollen Hartgeld. Ich benötige lediglich ein wenig Münzgeld. Ich wurde freundlich beraten, am Bancomat Geldscheine zu beziehen und damit zur Post zu gehen. Dort könne ich die Noten in Münzgeld umtauschen. Da bietet die Zuger Kantonalbank in Cham eine bessere Dienstleistung an. Als Kunde erfolgt der Dienst gebührenfrei. Da steht ein Wechselautomat zur Verfügung. Bei Bedarf wird die Bedienung des Automaten von einer kompetenten Person erklärt. Da können auch kleinere Beträge in Münzgeld gewechselt werden. Ein Kompliment an die Zuger Kantonalbank und ein Dankeschön für die Kundenfreundlichkeit, die heutzutage keine Selbstverständlichkeit ist.

Paul Pfister, Hünenberg See