Wieder im Tabellenkeller

Erstligist Zug 94 verliert bei Bassecourt 0:2. Beim Schlusslicht waren Punkte budgetiert.

Michael Wyss
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Hier jubelte Zug 94 noch. Im Spiel gegen Schötz, das sie 3:2 gewannen. (Bild Werner Schelbert (Zug, 8. September 2018))

Hier jubelte Zug 94 noch. Im Spiel gegen Schötz, das sie 3:2 gewannen. (Bild Werner Schelbert (Zug, 8. September 2018))

Nach dem 3:2-Sieg im Zentralschweizer-Derby vor einer Woche gegen Schötz, reiste das Team von Trainer Ergün Dogru (45) voller Zuversicht in den Jura. Gegen das Schlusslicht der 1. Liga Gruppe 2, Bassecourt, mussten angesichts der Tabellenlage Punkte her. Das war auch die Zielsetzung des 23-jährigen Mittelfeldspielers Marco Weiss: «Das sind genau diejenigen Partien, die man nicht verlieren darf, wenn es um den Verbleib in dieser Liga geht. Die Devise lautet deshalb ganz klar: ‹verlieren verboten›.» Doch diese Forderung erfüllten die Gäste nicht. Sie mussten nach ungenügender Leistung, nach einem Doppelpack von Jennane Sofiane (23.; 64. Foulpenalty), mit 0:2 den Kürzeren ziehen. Weiss: «Wir haben zuwenig Bereitschaft signalisiert, diese Partie unbedingt gewinnen zu wollen.»

Damit setzte es für die Zuger im siebten Spiel die vierte Niederlage ab. Ruben Burkard (23 Stürmer, Captain): «Dass wir mit null Zählern aus dem Jura abreisen, ist eine grosse Enttäuschung. Ja, es ist schon unverständlich, denn damit machen wir uns das Leben wieder selber schwer». Stimmt. Zugs Niederlage gegen Bassecourt und Langenthals-Sieg in Schötz (5:1) bedeuten, dass es am Tabellenende nach den siegreichen Auftritten dieser beiden Tabellenkinder zum Zusammenschluss gekommen ist. Die beiden Konkurrenten liegen «nur» noch einen Punkt hinter der Ergün-Equipe zurück. «Mit diesen Niederlagen bauen wir unsere Gegner unnötig auf. Das ist ärgerlich», befand Weiss weiter. Mit einem Dreier hätten die Zuger die Jurassier bis auf sieben Punkte distanzieren können. «Wir verpassten heute eine grosse Chance», so Burkard.

Nun wartet das neue Schlusslicht Goldau auf Zug 94 (Samstag, 16 Uhr Herti Allmend). «Wir müssen von der ersten Minute zeigen, wer der Chef auf dem Platz ist. Der Sieg ist Pflicht. Etwas anderes zählt nicht», zeigte sich Weiss kämpferisch. «Wiedergutmachung ist angesagt. Das sind wir unseren Fans auch schuldig. Wir werden gegen Goldau wieder unser wahres Gesicht zeugen», verspricht Burkard.

Bassecourt – Zug 94 2:0 (1:0)

Stade des Grands-Près. – 200 Zuschauer. – SR Werder. – Tore: 23. Jennane 1:0. 64. Jennane (Penalty) 2:0. – Bassecourt: Ummel; Amaouche (87. Sacconi), Ghomrani, Vitali (91. Chiquet), Jennane (84. Randaxhe), Cuskic (73. Lokwa), Jérémy Ducommun-dit-Boudry, Nathan Ducommun dit Boudry, Erard, Lachat, Mobili. – Zug 94: Bruhnsen; Paglia, Sadiku, Ntsika (56. Sahin), Peter, Weiss (79. Weiler), Kqira (70. Bulut), Kirschenhofer (71. Sejdini), Shabani, Burkard, Le Bigonsan.