WIEDERANSIEDLUNG: Der Biber meldet sich im Reusstal zurück

Im Naturschutzgebiet Reussspitz werden Bäume gefällt und es wird haufenweise Astwerk transportiert – ein Biber ist am Werk.

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Der Biber tappt bei seiner «Arbeit» in eine Fotoalle. (Bild pd)

Der Biber tappt bei seiner «Arbeit» in eine Fotoalle. (Bild pd)

Ein Biber verrät seine Anwesenheit im Reussspitz bereits eindeutig durch das hinterlassene Spurenbild. Zusätzlich wird der Nachweis mit den Fotofallen-Bildern der Direktion des Innern dokumentiert. «Man kann das Tier beim Fällen eines Baumes und beim Abtransport der Äste beobachten, ohne es zu stören. Von der Grösse her halte ich es für ein jüngeres Tier», sagt der Wildhüter Ernst Suter. Das wäre dann durchaus auch typisch, denn Jungtiere müssen sich ein eigenes Territorium etablieren und besiedeln dabei neue Lebensräume.

Deutliche Ausbreitungstendenz
In den vergangenen 10 Jahren ist es bereits das dritte Mal, dass ein Biber nachweislich im Raum der Maschwander Allmend auftaucht, heisst es in einer Mitteilung der Direktion des Innern des Kantons Zug. Reussaufwärts gibt es eine deutliche Ausbreitungstendenz. Das Reusstal ist durch seine Naturnähe als Lebensraum geeignet. Entsprechend wird er seit Jahren als potenzielles Biberhabitat vermutet. Im Hochwasserschutzprojekt Reussdammsanierung gemachten Flussraumaufweitungen und andere Revitalisierungsmassnahmen von Wasserbau- und Naturschutzseite begünstigen die Situation noch.

Im Kanton Zug ist das neu zugewanderte Tier an der Reuss das zweite Bibervorkommen. Ob sich das Tier definitiv ansiedelt, muss sich zeigen. Mittelfristig ist dazu natürlich auch ein Partnertier unverzichtbar. Genügend Weichhölzer und ein mehr oder minder störungsarmer Lebensraum im Naturschutzgebiet sind vorhanden. Die Chancen stehen also gut.

pd/zim