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Sie bringen Wienerli-Mumien auf den Teller

Die beiden Neuheimerinnen Pascale Amrhein-Staub und Monika Keiser Diaz betreiben gemeinsam das Online-Foodmagazin «Kids am Tisch» auf der gleichnamigen App. Alle zwei Monate werden Rezepte publiziert, die Familien mit Kindern ansprechen sollen.
Vanessa Varisco
Kids am Tisch: Monika Keiser Diaz (links) und Pascale Amrhein-Staub aus Neuheim publizieren via Smartphone App ein digitales Kochmagazin mit Rezepten für das Kochen mit oder für Kindern. (Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 06. November 2018))

Kids am Tisch: Monika Keiser Diaz (links) und Pascale Amrhein-Staub aus Neuheim publizieren via Smartphone App ein digitales Kochmagazin mit Rezepten für das Kochen mit oder für Kindern.
(Bild: Stefan Kaiser (Neuheim, 06. November 2018))

Asian Chicken, Hamburger Muffins oder Kürbis-Apfelkuchen – die Rezeptvielfalt von «Kids am Tisch» ist gross. Das Online-Foodmagazin will damit Eltern, die ihren Kindern gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bieten möchten, Inspiration für «kreative und lustvolle» Gerichte liefern. «Tipps und Tricks für Rezepte sind ein Bedürfnis», erklärt Monika Keiser Diaz, welche jeweils einen Tag in der Woche für das Magazin arbeitet. Diesem Bedürfnis wollen die beiden Mütter entgegenkommen. Die Besitzerin der Foodprojekte GmbH Pascale Amrhein-Staub ist im Hundertprozentpensum für den kreativen Prozess sowie die Fotografie der Gerichte zuständig. Monika Keiser kümmert sich um das Marketing und die Kommunikation.

Gemeinsam betreuen sie neben der kostenlosen App und Website auch diverse Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Pinterest, auf welchen wöchentlich Zusatzrezepte erscheinen. Die kostenlose Applikation wurde inzwischen von über 15 000 kochbegeisterten Lesern heruntergeladen.

Zielpublikum ist eher übers Internet erreichbar

Pascale Amrhein-Staub ist leidenschaftliche Köchin, hat mit der Gründung der Firma Food Projekte GmbH ihr Hobby zum Beruf gemacht und sich einen Traum erfüllt. Online wird das Magazin deshalb publiziert, weil eine gedruckte Version finanziell kaum tragbar sei. Ausserdem sei ihr Zielpublikum, das zwischen 25 und 45 Jahre alt ist, eher über das Internet und soziale Netzwerke erreichbar. Lanciert wurde das Magazin im letzten Jahr. So ist im Juli die erste Ausgabe von «Kids am Tisch» veröffentlicht worden. Die Rezepte dafür entstünden vor allem durch Ausprobieren und unterlägen dem ehrlichen und kritischen Urteil der eigenen Kinder, welche die neuen Rezepte ­jeweils voraus kosten dürften. «Pascale ist sehr kreativ und ­leidenschaftlich beim Kochen. Ausserdem recherchiert sie gerne über aktuelle Trends zum Thema Ernährung», weiss Keiser. Wichtig sei der Rezeptentwicklerin vor allem, dass saisonale und regionale Produkte verwendet würden. So gäbe es pro Ausgabe jeweils ein Saisongemüse und eine Saisonfrucht. «Viele Junge sind dankbar für Hinweise, wann welches ­Gemüse oder welche Frucht Saison hat.» Und es sei ihr ein Anliegen, die Leserschaft wieder mehr dafür zu sensibilisieren.

Verschiedene Kategorien

Auf dem Wochenplan stehen ­sowohl fleischlose Gerichte, ein Menu mit Fisch wie auch Fleischgerichte. Man wolle so verschiedene Sparten abdecken und unterschiedliche Leser abholen. «Zusätzlich haben wir Kategorien wie beispielsweise ‹No-Food-Waste›, ‹Fingerfood› oder ‹Gemüseverweigerer› kreiert», berichtet Keiser. Bei den Gemüseverweigerern handle es sich um die Kinder, die das Grünzeug lieber links liegen lassen würden. Daher gelte es, das Gemüse geschickt zu tarnen. Auch Fingerfood sei bei den jüngeren Kindern besonders beliebt, wie die Kommunikationsverantwortliche ausführt. In der Kategorie No-Food-Waste gebe es Tipps für Rezepte, bei welchen Reste verwertet werden könnten. «Unser Credo lautet: abwechslungsreich kochen und essen.» Und eben jene Vielfalt würde Essen für Kinder attraktiv machen – neben einigen anderen Kniffen, wie beispielsweise das Aufkleben von Zuckeraugen auf Wienerli im Teig, wodurch dann sogenannte «Wienerli-Mumien» entstünden. Für eine einfachere Essensplanung werden unter anderem auch Wochenpläne mit Ideen für Gerichte geliefert. «So haben Eltern Inspiration, und die Kinder können sich auf eine vielfältige Menuplanung freuen», erklärt Keiser.

Ziel: Wirkungsbereich erweitern

Neben den Rezepten erscheinen im Onlinemagazin auch Kolumnen über Ernährung und Familie. Beispielsweise werden Rezepte von Foodbloggern wie beispielsweise Miss Broccoli, LouMalou oder Cookinesi oder Artikel von Mama-Bloggerinnen wie Mamas Unplugged veröffentlicht. «Wir publizieren ihre Rezepte und Artikel und können im Gegenzug von ihrem Wirkungsbereich profitieren», führt Keiser aus. Denn aktuell ist das Magazin noch ein Start-up-Unternehmen, welches durch Werbeplatzierungen auf der Website wie auch auf der App finanziert wird. Zusammengearbeitet hätten sie beispielsweise schon mit dem Obstverband, UrDinkel, Wernli-Guetzli oder Trisa. Es sei aber auch vorstellbar, mit Küchengeräteherstellern oder sonstigen zielgruppennahen Unternehmen Kooperationen einzugehen. «Das Betreiben der Website und der Social-Media-Kanäle ist aufwendig, und wir hoffen, künftig unsere Reichweite zu erhöhen, damit wir Anfragen für Werbeplatzierungen erhalten», berichtet Keiser. Die aktuelle Leserschaft stamme aus der Deutschschweiz, aber auch aus Deutschland und Österreich. Für die Zukunft wünscht sie sich: «Ziel ist, dass das Unternehmen wächst, sodass wir es künftig sogar ausbauen können.»

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