WILD: Zuger Jäger wollen auch Gämsen schiessen

Die Tiere haben sich in den vergangenen Jahren auch hier immer stärker verbreitet – nun sorgen sie für Probleme.

Luc Müller
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Gämsen sieht man im Kanton Zug beispielsweise hier in den Seewaldungen am Walchwilerberg. (Bild Alfred Meier)

Gämsen sieht man im Kanton Zug beispielsweise hier in den Seewaldungen am Walchwilerberg. (Bild Alfred Meier)

Gebannt blicken die beiden Männer durch ihre Feldstecher. Ruhe. Keiner spricht. Die dicht nebeneinanderstehenden Tannen werden immer stärker von der Dämmerung verschluckt. Jetzt ist der Blick der Profis gefragt. Über diesen verfügen Alfred Meier, Präsident des Zuger Kantonalen Patentjägervereins, und Wildhüter Ernst Suter. Eben ist eine Gämse im felsigen Gelände aufgetaucht und schnell wieder verschwunden. Alfred Meiers Hund Artus schnüffelt aufgeregt und zieht an der Leine – er hat Witterung aufgenommen. «Das Gebiet hier ist optimal für die Tiere», erklärt Suter, «die Hänge sind steil und felsig. Zudem kommen hier selten Menschen her.» Die Suche nach den Gämsen geht weiter. Möglichst lautlos führt die Wanderung durch die sogenannten Seewaldungen am Fusse des Walchwilerberges. Stopp. Die Feldstecher sind wieder gegen den Hang gerichtet. «Hier habe ich selbst auch schon Gämsen gesehen», schwärmt Jäger Alfred Meier, «auch für mich ist es etwas Besonderes, dass sich die Tiere hier im Kanton Zug unweit des Siedlungsgebietes aufhalten. Die meisten vermuten Gämsen ja im Hochgebirge.»