WINTER: Nun ist er endlich da – der erste Schnee!

Das neue Jahr war noch jung, als am Montagabend die ersten Flocken im Tal rieselten. Die weisse Pracht hat die Zuger Räumungsdienste schon mächtig auf Trab gehalten.

Wolfgang Holz
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Jetzt ist der ganze Kanton weiss: Impressionen von Zuger Schneelandschaften. (Bilder: Stefan Kaiser (Zug, Baar, Oberägeri, 3. Januar 2017))

Jetzt ist der ganze Kanton weiss: Impressionen von Zuger Schneelandschaften. (Bilder: Stefan Kaiser (Zug, Baar, Oberägeri, 3. Januar 2017))

Als die junge Frau gegen 22 Uhr am Montagabend ins Ägerital fuhr, war sie quasi ihr eigener Schneepflug. «Von der Lorzentobelbrücke bis nach Oberägeri lag Schnee auf der Strasse», berichtet Redaktionskollegin Carmen Rogenmoser. Da sie mit Winterpneus und Allrad unterwegs war, ist nichts passiert. Dabei rückte der Winterdienst am Montagabend sehr schnell aus, nachdem es zu flocken begonnen hatte.

«Die ersten Einsätze des Wintereinbruchs am Montag erfolgten ab 20 Uhr und dauerten bis zirka Mitternacht», versichert Alois von Euw, Bereichsleiter Betrieb für den Strassenunterhalt beim Tiefbauamt des Kantons Zug. «Seit Dienstagmorgen um 3 Uhr waren wir dann wiederum im Einsatz.» Für die Winterdiensteinsätze auf den Kantonsstrassen standen alle 28 eigenen und fremden Räumungsfahrzeuge im Einsatz, davon 10 Lastwagen.

Zuger Polizei registrierte keine Unfälle

Auch Zugs Autobahnen waren schnell geräumt und gesalzen – von der Zentras, die vom Werkhof Sprengi in Emmenbrücke aus mit über 70 Mitarbeitern für den Unterhalt der Nationalstrassen in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden und Zug sorgt. «Es ist gut gelaufen und war ein rechter Einsatz», erklärt Abteilungsleiter Markus Müller. Wobei es für die Zentras nicht der erste Wintereinsatz gewesen sei. «Aufgrund der kalten und nebligen Witterung im Dezember mussten wir die Strassen regelmässig salzen», so Müller.

Die Zuger Polizei hat trotz des verspäteten Wintereinbruchs keine Unfälle registriert. «Es ist alles ruhig geblieben», sagt die Kommunikationsverantwortliche Judith Aklin. In anderen Kantonen krachte es dagegen gleich mehrmals – wie etwa in Stans, als ein 20-Jähriger bei einem Überholmanöver mit Sommerpneus ins Schleudern geriet und verunfallte. In Zug sind dagegen offensichtlich die meisten mit den richtigen Pneus unterwegs, wie Rolf Röllin von der Baarer Tomic AG, einer grossen Zuger Reifenhändlerin, berichtet. Die Zahl derjenigen, die angesichts schneearmer Winter im Flachland ohne Winterpneus fahren, sei nicht gestiegen. «Soweit wir das beurteilen können, sind es genau gleich viele mit Winterpneus wie früher.» Was sich allerdings verändert hat: Viele Leute lassen die Reifen erst später aufziehen – etwa im Dezember. Röllin: «Am Dienstagmorgen haben wir sogar noch bei zwei, drei Autos Winterpneus montiert.»

Derweil bereitet dem Unterägerer Werkmeister Urs Muff, der am Dienstagmorgen 15 Mitarbeiter und 8 Fahrzeuge ausrücken liess, der Wintereinsatz viel Spass. «Die Arbeiten sind alle gut vorbereitet, und man kann mit den Schneepflügen zeigen, was man kann.» Es stören ihn nur so manche «Wildparkierer» auf den Strassen, um welche die Schneepflüge beim Räumen dann jeweils kurven müssen. Muff: «Und wenn Private den Schnee, den wir weggepflügt haben, auf die Strasse zurückschaufeln, ist das auch nicht in Ordnung.»

Wolfgang Holz

wolfgang.holz@zugerzeitung.ch