Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WINTERSPORT: Ab auf die Piste?

Wenn es richtig Schnee hat, ist die Skipiste der Ort, an den es die ganze Nation zieht – oder gehört «Alles fährt Ski» doch eher der Vergangenheit an?
Zoe Gwerder

Was gibt es Schöneres, als sich im Winter an seinem freien Tag auf die Bretter – oder in meinem Fall auf das Brett – zu schwingen und den frischen Pulverschnee unsicher zu machen? Ja, ich gehöre zu jenen, die ihre Zeit gerne auf den Pisten verbringen.

Unregelmässiges Arbeiten kann ich so vor allem im Winter in vollen Zügen geniessen. Die Pisten sind beinahe menschenleer, und wo es Neuschnee hat, ist jener noch nicht verfahren.

An solchen Tagen haben es mir vor allem die kleineren Gebiete angetan. Solche, die ich innerhalb einer halben Stunde erreiche, nicht zu viel kosten und unter der Woche wie ausgestorben wirken. Hier muss ich zugeben, dass ich Kollegin Hug gut verstehen kann: Auch ich mag keine vollen Pisten, bei denen man für die Sesselbahn anstehen muss, oder noch schlimmer – als Folge der hohen Kapazitäten der neusten Sportbahnen – auf der Piste anstehen muss, um runter zu kommen.

Trotzdem würde ich es nicht missen wollen: das Gefühl von Tempo während der Abfahrt – auf dem Brett fast ein Schweben. Die Materialschlacht ist zweifelsohne beträchtlich, da gebe ich Kollegin Hug recht. Doch wenn man nach einem herrlichen Pistentag mit roten Backen wieder zu Hause ist, war es jedes Geschleppe wert.

Letztes Jahr habe ich mein Snowboard weggegeben. Es war 13 Jahre alt und hat in dieser Zeit nie einen Service erlebt. Der Grund: Es hat sich schlicht nicht gelohnt. Wenn es hoch kam, habe ich mich einmal im Jahr auf die Piste begeben. Wenn man einmal auf dem Gipfel angekommen ist und über das frische Weiss den Berg hinabgleiten kann, ist das ein tolles Gefühl, da stimme ich Kollegin Gwerder zu.

Doch das ganze Drumherum passt mir gar nicht. Zum einen ist ein Tag auf dem Brett sehr teuer. Zum anderen braucht es zum «Snöben» einen Helm, eine Brille, die richtigen Handschuhe und einen Rückenpanzer. Und dann noch die klobigen, unbequemen Snowboardschuhe – ein Haufen Material, das viel zu schleppen gibt. Dazu kommen die Menschenmassen, die bei schönem Wetter die Skigebiete bevölkern und in der Gondelbahn bisweilen Platzangst auslösen können.

Nun widme ich mich vermehrt anderen Wintersportarten. Zum Beispiel Schneeschuh- oder Langlaufen. Auf den Schneeschuhen kann man unberührte Natur entdecken. Und das Ticket für eine Langlaufloipe kostet weniger als 10 Franken. Die Ausrüstung kann man ganz einfach mieten, was auch für das Snowboard gilt. Meinem alten Brett trauere ich also nicht nach.

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.