Winzige Kügelchen

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Methode Um die Steine zu kennzeichnen, setzt Gübelin auf Nanotechnologie. Die Informationen zum Stein werden auf einem Stück künstlicher DNA gespeichert. Diese ist so klein, dass sie nicht sichtbar ist – selbst unter dem Mikroskop nicht. Die DNA wird in ein unsichtbares Kieselerde-Partikel eingepackt, welches sie vor Zerfall schützt. Zudem hält das Molekül Temperaturen von über 100 Grad Celsius stand. Die winzigen Kügelchen von 0,1 Mikrometern (0,0001 Millimeter) Durchmesser überstehen so alle Prozesse, die ein Farbedelstein durchmacht, vom Reinigen unter Hochdruck bis zum Schleifen. Die Steine werden gleich in der Mine mit der DNA versehen. Dabei werden sie in einer Flüssigkeit, welche die Nanopartikel enthält, «gebadet».

Edelsteine scheinen nur auf den ersten Blick glatt, sie haben aber mikroskopisch feine Risse. In diese dringen die Nanopartikel ein und bleiben haften. Der Stein wird dadurch nicht beschädigt. Danach können die Partikel mit einer speziellen Flüssigkeit herausgelöst werden, so tritt die Herkunft des Steins zutage. (rom/lb)