Diskussion zum Zuger Seefest: «Wir dürfen solche Leute nicht vergraulen»

Im letzten Jahr war das Zuger Seefest zum ersten Mal zweitägig – dieses Jahr fand das Fest aber wieder nur am Samstag statt. Grund für die Fraktion Alternative-CSP, beim Stadtrat nachzufragen.

Andrea Muff
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Das diesjährige Zuger Seefest ist eigentlich schon wieder Geschichte, erhielt aber gestern im Stadtparlament nochmals Aufmerksamkeit – ohne Feuerwerk zwar, aber trotzdem mit ein paar Knalleffekten. Denn die Fraktion Alternative-CSP hat die Interpellation «Halbierung Seefest, Halbierung der Kosten?» eingereicht. Die Antworten des Stadtrates wurden an der Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) der Stadt Zug vom Dienstagabend diskutiert. Die Fraktion wollte vordergründig wissen, ob die Stadt dem Organisator des Zuger Seefestes «Zug Sports» den Beitrag kürzen werde, da der Anlass nur eintägig stattfand.

Monika Mathers (Alternative-CSP) machte in ihrem Votum zuallererst auf den Umstand aufmerksam, dass die Antworten des Stadtrates auf die drei Fragen just am Tag des Seefestes in ihrem Briefkasten waren. «Lieber Stadtrat, was immer Ihr im Anschluss an dieses Votum beteuern werdet: Das kann kein Zufall sein», sagte Mathers. Sie hätte gerne über verschiedene Punkte diskutiert und verwies darauf: «Es sind zwar relativ kleine Beträge, aber es sind Steuergelder.»

Stefan Huber (GLP) brach indes eine Lanze für den Veranstalter Zug Sports und den Vereinspräsidenten Daniel Schärer. «Wir dürfen solche Leute nicht vergraulen», warnte er. Huber habe das Seefest gefallen, jedoch zählte er die Flugshow und das Feuerwerk als Kritikpunkte auf. Die Fraktionen SVP und FDP dankten für die Organisation. Keinen zweiten Tag durchzuführen, stehe aber in der unternehmerischen Freiheit des Veranstalters, sagte Alexander Eckenstein (FDP). Er schlug vor, dass der Veranstalter freiwillig auf die 5000 Franken, die für den Sonntag vorgesehen waren, verzichten soll. Auch Stadtpräsident Karl Kobelt war mit dem Fest zufrieden: «Die sanfte Professionalisierung ist gelungen.» Das Geld für den Sonntag werde die Stadt gemäss Budget des Veranstalters vom Beitrag abziehen. Der Rat nahm die Interpellation zur Kenntnis.