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Die Rechnung der Gemeinde Cham fällt positiv aus

Besser als budgetiert fällt die Rechnung der Gemeinde aus, was vor allem an höheren Steuereinnahmen liegt. Ausserdem sind die Investitionen teils tiefer als geplant ausgefallen.
Vanessa Varisco

Wie viele andere Gemeinden im Kanton Zug schliesst auch in Cham die Rechnung 2018 mit einem deutlichen Plus: Statt des im Budget veranschlagten Überschusses von 1,16 Millionen Franken resultierte letztes Jahr ein Plus von 5,55 Millionen – das Ergebnis liegt damit um 4,39 Millionen höher als budgetiert. Der Betrag setzt sich aus einem Ertrag von 96,93 Millionen Franken und einem Aufwand von rund 91,38 Millionen zusammen. Massgebend für das gute Resultat sind laut Mitteilung die gegenüber dem Budget um insgesamt 9,7 Millionen höheren Mehreinnahmen. So wurden die Steuererträge bei den natürlichen Personen um gut 4,0 Millionen und bei den juristischen Personen um rund 3,4 Millionen Franken übertroffen.

Steuererträge schwer kalkulierbar

«Die Entwicklung der Steuererträge ist schwierig zu kalkulieren, da sie jährlich nach dem aktuellen Soll budgetiert werden. Eine solch hohe Abweichung gegenüber dem Budget, wie wir sie jetzt ausweisen, war nicht vorauszusehen», sagt Gemeindepräsident und Finanzvorsteher, Georges Helfenstein, dazu. Er ergänzt, dass man sich aber natürlich über diese Entwicklung freue. Denn sie zeige, dass man auf eine gute Wirtschaftslage und Standortqualität blicken dürfe. Ob aufgrund des deutlichen Überschusses eine Steuerreduktion vorgenommen wird, diskutiert der Gemeinderat grundsätzlich mit dem Budget im Dezember. Konkrete Angaben zu einer allfälligen Steuersenkung 2020 können laut dem Gemeindepräsidenten daher noch nicht gemacht werden. Weitere Mehreinnahmen ergaben sich sowohl bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern mit einem Plus von 0,4 Millionen Franken als auch bei den Grundstücksgewinnsteuern mit einem Plus von 0,5 Millionen.

Per 1. Januar 2018 ist das teilrevidierte Finanzhaushaltsgesetz in Kraft getreten, welches eine Anlagebuchhaltung vorsieht. Die Einwohnergemeinde hatte diesbezüglich Vorarbeit geleistet und führte diese auf den Stichtag Anfang Jahr ein. Gleichzeitig wurde das Verwaltungsvermögen neu bewertet und so der effektive Wert gezeigt. Damit steigt das Verwaltungsvermögen in der Bilanz um 80,3 Millionen Franken. In die andere Richtung hat sich der Sach- und übrige Betriebsaufwand entwickelt, welcher gegenüber dem Budget um 1,0 Millionen Franken tiefer ausfällt. Grössere Abweichungen sind insbesondere im Bereich Primarstufe zu finden. «Aufgrund verschiedener, notwendiger Stellvertretungen sowie steigender Schülerzahlen wurden zusätzliche Pensen bei den Lehrpersonen nötig, wodurch ein um 0,4 Millionen höherer Aufwand bei den Löhnen entstanden ist», lautet die Erklärung dazu in der Medienmitteilung. Auf der anderen Seite ergaben sich tiefere Aufwände bei den Beiträgen an den Gewässerschutzverband, der eine Land-Teilparzelle verkauft hatte. Dies hat bei den Anschlussgemeinden – und so auch in Cham eine tiefere Kostenbeteiligung von 0,3 Millionen Franken bewirkt.

Die Kosten im Griff

Dass die Investitionsrechnung knapp 1,9 Millionen tiefere Ausgaben aufweist, als budgetiert, liege vor allem daran, dass im Rahmen der Projekte Sanierung Röhrliberg und Südumfahrung Schulhaus Hagendorn weniger ausgegeben wurde, als veranschlagt. Zusammen mit dem Rechnungsabschluss ergibt sich dadurch ein Selbstfinanzierungsgrad von 364,2 Prozent. «Das Ergebnis beweist insgesamt, dass wir gut auf Kurs sind und sich die Anstrengungen und das hohe Kostenbewusstsein des Gemeinderates und der Verwaltung auszahlen», bilanziert Helfenstein.

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