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Alterszentrum Lindenpark Hünenberg: «Wir sind wie eine grosse Familie»

Im Hünenberger Lindenpark kennt man einander. Nun feiert das jüngste Alterszentrum des Kantons sein 10-jähriges Bestehen. Sowohl Mitarbeiter wie auch Bewohner tragen ihren Teil zum Fest bei.
Rahel Hug
Im Restaurant des Lindenparks herrscht lockere Stimmung, es wird über das Jubiläum geredet. In der Bildmitte ist die Leiterin Margrit Lötscher zu sehen. (Bild: Stefan Kaiser, Hünenberg, 14. Mai 2019)

Im Restaurant des Lindenparks herrscht lockere Stimmung, es wird über das Jubiläum geredet. In der Bildmitte ist die Leiterin Margrit Lötscher zu sehen.
(Bild: Stefan Kaiser, Hünenberg, 14. Mai 2019)

Schon auf dem Vorplatz des Hünenberger Alterszentrums Lindenpark sieht man, dass ein Fest bevorsteht. Bunte Wimpel hängen in der Luft, an den Bäumen baumeln Mobiles aus alten CD’s und Petflaschen, selbst gemachte Traumfänger säumen den Eingangsbereich. Drinnen im Restaurant ist die Stimmung locker. Margrit Lötscher, die Leiterin des Lindenparks, sitzt mit einigen Bewohnerinnen an einem Tisch und plaudert. Das 10-jährige Jubiläum ist das grosse Thema in der Runde. Der Lindenpark, zentral im Dorf gelegen, feiert am Samstag, 18. Mai, ein grosses Fest. Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm.

Die Stiftung für das Alter in Hünenberg hat den Lindenpark bauen lassen, Anfang 2009 wurde das Zentrum eröffnet. Das Haus beinhaltet 35 Pflegebetten und 16 Alterswohnungen. Der Lindenpark ist die kleinste und jüngste Institution im Kanton Zug. Zusätzlich verfügt die Stiftung für das Alter an der Eichengasse 9 noch über 17 Alterswohnungen.

Freundliche Atmospähre

Margrit Lötscher ist seit Anbeginn mit dabei. Die aufgestellte Leiterin und ihr rund 75-köpfiges Team sorgen gemeinsam mit Freiwilligen für das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner. Und diesen scheint es im Lindenpark zu gefallen. «Wir sind wie eine grosse Familie», sagt etwa Sylvia Siegrist. Die Atmosphäre sei sehr familiär und freundlich, die Qualität der Pflege gut. Und Nelly Röllin fügt an: «Ich schätze es, dass die Heimleiterin jeden Morgen auf der Matte steht, und jedem und jeder Guten Morgen sagt.» Die Frauen, die an diesem Nachmittag gemeinsam Kaffee trinken, sind sich einig: Der Lindenpark ist ein Ort, wo man sich wohlfühlt. Die Bewohnerinnen schätzen die Jassnachmittage, das Stricken und das gemeinsame Kochen – um nur ein paar Punkte aufzuzählen.

Sie alle freuen sich auf das Jubiläumsfest. Ob Mitarbeiter oder Bewohner – jeder hat etwas beigesteuert. So wurden etwa Hühner aus Holz gebastelt, kleine Portemonnaies gehäkelt sowie Decken und Schals gestrickt, die am Markt vom Samstag verkauft werden. Auch die jüngere Generation ist involviert: Die Dekoration auf dem Vorplatz ist in Zusammenarbeit mit der Oberstufe entstanden. Margrit Lötscher betont, wie gut die Akzeptanz im Dorf und der Austausch sei. «Dass die Schule mitgemacht hat, ist ein sehr schönes Zeichen. Es ist unsere Philosophie, eine offene Institution zu sein.»

Ein einzigartiges Kochbuch ist entstanden

Eine besondere Idee für das Jubiläum hatte auch das Aktivierungs-Team. Die Frauen haben ein Kochbuch mit 31 Rezepten der Bewohnerinnen und Bewohner zusammengestellt. Darin finden sich beispielsweise Rezepte für Dampfnudeln (Hefeklösse), Chriesibrägel (Kirschenmus) oder Cholera (Lauch-Apfel-Käse-Kuchen). Auch Marie Glanzmann hat ein «uraltes» Rezept überliefert, wie sie sagt. Es nennt sich «Schnitz und drunder» und wird mit Kartoffeln, Birnen und Speck zubereitet. Das originelle und gleichzeitig traditionelle Kochbuch wird am Samstag vorgestellt und kann auch gekauft werden. Dies sei nur ein Höhepunkt unter vielen, sagt die Leiterin, und fügt an: «Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.»

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