Wirbel wegen Steuerregelung

Die 100 Actavis-Mitarbeiter, die in den Kanton zuwandern, kommen in den Genuss von Steuervergünstigungen. Das sei normal, heissts beim kantonalen Steueramt.

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Feierlicher Einzug am neuen Actavis-Firmensitz in Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Feierlicher Einzug am neuen Actavis-Firmensitz in Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Actavis-Chef Claudio Albrecht, der Chef der neu von Island nach Zug gezogenen Pharma-Firma Actavis, sorgte diese Woche für Wirbel – mit seiner Aussage, dass man um die Steuererleichterung für die neuen Mitarbeiter in Zug froh sei. Aufmerksame Bürger riefen darauf beim Regierungsrat an und fragten nach, ob Zug mit der Generikafirma ein individuelles Steuerabkommen für die Angestellten abgeschlossen habe. Philipp Moos von der kantonalen Steuerverwaltung relativiert die Aussage von Albrecht. «Die aus dem Ausland kommenden Actavis-Mitarbeiter können als Expatriates gewisse Auslagen von den Steuern abziehen», sagt Moos. Diese Steuerabzüge gingen auf ein Gesetz des Bundes zu den Expatriates zurück.

Als Expatriates gelten laut Bund leitende Angestellte, die von ihrer ausländischen Arbeitgeberfirma vorübergehend in die Schweiz entsandt werden, sowie Spezialisten aller Art, die in der Schweiz eine zeitlich befristete Aufgabe erfüllen.

Ernst Meier

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