WIRTSCHAFT: Bossard-Gruppe 2009 mit weniger Umsatz

Der Umsatz der Bossard-Gruppe ist 2009 um rund 30 Prozent gesunken. Dennoch spricht das Unternehmen von einem «guten Ergebnis».

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In der Produktion der Firma Bossard in Zug. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

In der Produktion der Firma Bossard in Zug. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Den weltweiten Rückgang der Industrieproduktion bekam auch Bossard zu spüren. Wie es in einer Mitteilung der Unternehmensgruppe heisst, führten der Einbruch der Nachfrage, der Abbau von Lagerbeständen und die sinkenden Rohstoffpreise «zu einem ausserordentlich hohen Umsatzrückgang». Der Gruppenumsatz sank um 30,2 Prozent von 565,7 Millionen Franken auf 395,1 Millionen.

Auch der Konzerngewinn sank dementsprechend von 32,4 auf 15,3 Millionen Franken. Der Personalbestand sank 2009 auf 1403 Mitarbeiter, das sind 12,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Umsatz nur in Indien gesteigert
Trotzdem habe es auch Lichtblicke gegeben, heisst es in der Mitteilung. Die Bossard-Gruppe konnten trotz dallem neue Kunden gewinnen und den Marktanteil weiter ausbauen.

In Europa sank der Umsatz in allen Absatzgebieten um gesamthaft rund 33 Prozent auf 224,5 Millionen Franken. Auch in Amerika und Asien fielen die Umsätze deutlich um 20 bis 30 Prozent. Als einzige Gesellschaft der Gruppe wies Indien mit 22 Prozent ein Plus gegenüber dem Vorjahr aus, heisst es weiter.

Leicht positive Aussichten
Weil sich das Marktumfeld im 4. Quartal 2009 insbesondere in Europa leicht verbessert habe, gibt sich die Bossard-Gruppe in der Mitteilung «vorsichtig optimistisch». Der Umsatz habe im 4. Quartal zum ersten Mal seit Beginn der Rezession wieder knapp über jenem des Vorquartals gelegen. Dieser Trend habe sich zu Beginn des neuen Jahres fortgesetzt.

ana

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