WIRTSCHAFT: Kanton sorgt sich um Kontingente

Der Bundesrat kürzt die Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten. Der Entscheid kommt in Zug nicht gut an.

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«Die Kürzung wird Spuren hinterlassen.» Matthias Michel, Volkswirtschaftsdirektor (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Die Kürzung wird Spuren hinterlassen.» Matthias Michel, Volkswirtschaftsdirektor (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Sowohl ansässige international tätige Konzerne wie auch die Politik zeigen sich besorgt. So geht Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel davon aus, dass es mit dieser Kürzung im nächsten Jahr zu Engpässen kommen wird. Michel mahnt ausserdem, dass solche Entscheide immer auch einen psychologischen Effekt hätten. «Dies spüren wir unmittelbar im Gespräch mit international tätigen Firmen. Viele reagieren sensitiv auf Veränderungen der Rahmenbedingungen.»

Seitens der Konzerne ist man von dem Entscheid in der Tat nicht begeistert. «Wir haben den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen, weil jede Einschränkung der Personenfreizügigkeit Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort hat», sagt etwa Eray Müller, Mediensprecher bei Siemens Building Technologies. «Enttäuscht» ist auch die Rohstoffbranche. «Die Rohstoffbranche ist sehr global tätig. Und deshalb werden Mitarbeiter aus Drittstaaten wie etwa China, Brasilien, Russland, Indien oder Südostasien immer wichtiger», erklärt Martin Fasser, Präsident des Zuger Rohstoffverbandes.

Samantha Taylor