Wirtschaft
Nach Rekordjahr 2021 sind fast 37'000 Firmen im Kanton Zug ansässig

Das Handelsregister verzeichnet sowohl bei den Gründungen als auch bei den insgesamt vorgenommenen Eintragungen Höchstwerte.

Drucken
Auch im Gewerbegebiet Städlerallmend zwischen Cham und Steinhausen sind zahlreiche Firmen gemeldet.

Auch im Gewerbegebiet Städlerallmend zwischen Cham und Steinhausen sind zahlreiche Firmen gemeldet.

Bild: Jan Pegoraro (5. November 2021)

Die Gesamtzahl der im Zuger Handelsregister per Ende 2021 eingetragenen Firmen beträgt 36'917 (Bestand per Ende 2020: 35'271). Der Kanton Zug belegt damit laut einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion schweizweit den achten Platz. Für das Jahr 2021 ist eine Netto-Bestandeserhöhung der eingetragenen «Rechtseinheiten» um 1646 (Vorjahr: 1212) gezählt worden. Die Zahl der Neueintragungen erhöhte sich ebenfalls deutlich und betrug 3141 (Vorjahr: 2537).

«Wir sind positiv überrascht und freuen uns über diese Entwicklung im zweiten Pandemiejahr», wird die zuständige Regierungsrätin Silvia Thalmann-Gut (Mitte) in besagter Mitteilung zitiert. Als Grund vermutet sie unter anderem die «hervorragenden Standortfaktoren», die der Kanton Zug biete. Andreas Hess, Leiter Handelsregisteramt Kanton Zug, schätzt, dass die überdurchschnittliche Zunahme der Neueintragungen einen Bezug zur Pandemie hat: «In Krisenzeiten ist oft ein Anstieg bei den Gründungen auszumachen, weil Stellenlose oder Arbeitnehmende in Kurzarbeit mit einer eigenen Firma starten. Dazu kommt, dass neue Geschäftsfelder und Ideen entstehen.» Als Beispiele nennt er die Bereiche Hygienemasken, Desinfektionsmittel, Trennwände und Online-Dienstleistungen.

Neuer Höchstwert bei den Eintragungen

Die Zahl der im Handelsregister Zug vorgenommenen Eintragungen (Neueintragungen, Änderungen und Löschungen) betrug 22'735 und nahm im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (Vorjahr: 19'139). Die Gründe für diese Rekordzahl liegen der Mitteilung zufolge insbesondere in der faktischen Abschaffung der Inhaberaktien. Dies habe dazu geführt, dass diese in Namenaktien umgewandelt werden mussten sowie in einer neuen Verpflichtung des Handelsregisteramts sich bei den Rechtseinheiten zu erkundigen, ob die eingetragenen Tatsachen noch aktuell sind, wenn die letzte Änderung älter als zehn Jahre ist. (bier)