WIRTSCHAFT: Petroplus mit weniger Verlust als erwartet

In einem «herausfordernden» Umfeld macht der in Zug ansässige Raffinieriekonzern Petroplus Verlust. Doch die Zahlen sind weniger düster als erwartet.

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Der in Zug ansässige Raffineriekonzern Petroplus hat im dritten Quartal 2009 den Quartalsverlust im Vorjahresvergleich fast halbiert. Er wies am Donnerstag ein Minus von 259,4 Millionen Dollar aus, verglichen mit einem Verlust von 445,6 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Belastet wurde das Ergebnis durch Buchwertberichtigungen von insgesamt 125 Millionen Dollar für die Raffinerie Teesside und die inzwischen verkauften Anlagen in Antwerpen, wie Petroplus mitteilte. Der Quartalsumsatz brach um 48,7 Prozent auf 4,340 Milliarden Dollar ein. Das Betriebsergebnis verbesserte sich von minus 471 Millionen auf minus 255,9 Millionen Dollar. Der Ausstoss verringerte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 um zehn Prozent auf 48,4 Millionen Barrel (Fässer zu 159 Liter).

Gedrückte Margen, höhere Ölpreise
Finanzanalysten hatten schwächere Zahlen erwartet. Petroplus-Finanzchefin Karyn F. Ovelmen bezeichnete das europäische Raffinerieumfeld gemäss Mitteilung im dritten Quartal als äusserst herausfordernd. Sie verwies unter anderem auf anhaltend gedrückte Margen, höhere Ölpreise sowie geplante und unvorhergesehene Produktionsunterbrüche in mehreren Raffinerien.

In den ersten neun Monaten des Jahres resultierte ein Verlust von 65,7 Millionen Dollar. Das Minus vergleicht sich mit 258,2 Millionen Dollar Gewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Neun-Monats-Umsatz fiel um 50,1 Prozent auf 11,664 Milliarden Dollar.

ap