WIRTSCHAFT: Zuger Firmen wandern ins Freiamt ab

Gewerbeland ist im Kanton Zug knapp und entsprechend teuer. Deshalb zieht es immer mehr Unternehmen in den nahen Aargau.

Silvan Meier
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Leere Gewerberäume in Sins. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Leere Gewerberäume in Sins. (Bild: Archiv Neue ZZ)

«Normale Preise gibt es im Kanton Zug nicht mehr.» Das sagt Albert Sigrist, der vor 27 Jahren in Baar mit dem Aufbau seines Unternehmens Profot begonnen hat. Nun ist er mit dem Hauptsitz seiner Firma nach Muri ins Freiamt umgezogen. Schweren Herzens, wie er sagt. Aber: «In Zug sind die Landpreise für kleinere Unternehmen und Gewerbler einfach nicht mehr realistisch.» Albert Sigrist hat in Muri rund 7,5 Millionen Franken investiert. In Zug, so schätzt er, hätte dasselbe Projekt mindestens 10 Millionen gekostet, wenn nicht noch einiges mehr. Deshalb nehme er auch die höheren Steuern im Kanton Aargau in Kauf.

Sigrist ist mit seinen Überlegungen nicht der einzige: Auch in Auw und im Sinser Industriegebiet gibt es mehrere Betriebe mit Zuger Wurzeln. Läuft das Freiamt dem Kanton Zug bei den Kleingewerblern und den Handwerkern also langsam den Rang ab? Arno Matter, Baarer Gewerbevereinspräsident und Inhaber eines Malergeschäfts, sieht das anders. Er ist überzeugt: «Viele Handwerker sind ortsgebunden. Wer hier domiziliert ist und auch im Dorf sein Geld verdient, der bleibt auch hier.» Er geht mit bestem Beispiel voran und baut bald ein neues Gebäude für seine Firma – in Baar.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag, Ausgabe Zug, vom 21. Juli.