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Wirtschaftsfächer sind bei Zuger Studenten besonders beliebt

Zuger studieren am liebsten in Zürich. Zudem ist Zug der Zentralschweizer Kanton mit der höchsten Hochschulabschlussquote. Das und mehr zeigt ein kürzlich publizierter Bericht der Fachstelle Statistik.
Laura Sibold
Besonders beliebt bei Studentinnen und Studenten aus dem Kanton Zug: die Universität Zürich. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Besonders beliebt bei Studentinnen und Studenten aus dem Kanton Zug: die Universität Zürich. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Vor einem Monat hat für zig Studierende in der Schweiz das neue Semester begonnen. Auch rund 3000 Zugerinnen und Zuger studieren derzeit an einer universitären Hochschule, an einer Fachhochschule oder an einer pädagogischen Hochschule. Doch was und wo? Antworten liefert ein Bericht zum Studienverlauf von Zuger Maturandinnen und Maturanden, den die Fachstelle für Statistik Kanton Zug vor rund einem Monat publiziert hat.

Daraus geht hervor, dass die meisten Zugerinnen und Zuger, die eine gymnasiale Maturität abgeschlossen haben, eine universitäre Hochschule besuchen (86,3 Prozent). Nur etwas weniger als 14 Prozent beginnen diese Ausbildung an einer Fachhochschule oder einer pädagogischen Hochschule.

Recht und Technik beliebter als im Rest der Schweiz

Betrachtet man die universitären Hochschulen, studiert die Mehrheit der Zuger in Zürich (siehe Grafik). 62,2 Prozent der Studierenden gehen in die Limmatstadt, also entweder an die Universität (39 Prozent aller Zuger Studierenden) oder an die ETH (23 Prozent). Erst mit einigem Abstand folgen die Universitäten St. Gallen (9,3 Prozent), Fribourg (7,5 Prozent) und Bern (6,6 Prozent). Die geografisch näher gelegene Universität Luzern folgt erst an sechster Stelle mit 6 Prozent.

Die Beliebtheit der Unis St. Gallen und Fribourg lässt sich auch mit der Fächerwahl der Zuger Studierenden erklären. So sind in Zug Wirtschaftswissenschaften und Recht deutlich beliebter als im Rest der Schweiz. Während 20 Prozent der Zuger Studenten zwischen 1990 und 2015 einen Bachelor oder Master in Wirtschaftswissenschaften begannen, waren es schweizweit nur knapp 17 Prozent. Ein Studium der Rechtswissenschaften haben 15 Prozent der Zuger angefangen (schweizweit 12 Prozent). Auch technische Wissenschaften sind im Kanton Zug beliebter als im Rest der Schweiz. Das bestätigt Lukas Fürrer, Generalsekretär der Bildungsdirektion. «Unsere Finanzzahlen – die Beiträge an Universitäten – zeigen, dass Zuger Studierende vermehrt Studien der Fakultätsgruppen Medizin und MINT wählen.» Bildungsdirektor Stephan Schleiss nimmt dieses Ergebnis mit Freude zur Kenntnis. Die MINT-Förderung, also die Förderung von Fachbereichen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sei dem Kanton Zug schon lange ein Anliegen.

«Dass diese Studienbereiche nun bei Zugern beliebter werden, zeigt, dass unsere Bemühungen an den Kantonsschulen Früchte tragen», so Stephan Schleiss.

Noch immer beginnen die meisten Zuger ein Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften (knapp 26 Prozent). Hier liegen die Zuger aber deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt, der über 32 Prozent beträgt. Und die Zuger scheinen zielstrebige Studenten zu sein: Laut Bericht haben zwei Jahre nach dem Abschluss der Maturität bereits 90 Prozent der gymnasialen Maturanden aus dem Kanton Zug ein Studium begonnen. Sechs Jahre nach Studieneinstieg haben 76 Prozent der gymnasialen Maturanden eine angefangene Bachelorausbildung abgeschlossen.

Knapp ein Drittel hat einen Hochschulabschluss

In der Zentralschweiz liegt der Kanton Zug bezüglich Hochschuleintritts- und Hochschulabschlussquote an der Spitze. So haben 38,8 Prozent der jungen Zugerinnen und Zuger eine universitäre oder pädagogische Hochschule oder eine Fachhochschule begonnen (durchschnittliche Nettoquote 2015 bis 2017). 28,6 Prozent der jungen Zuger schliessen ihr erstes Studium auch ab. Bei beiden Quoten liegt der Kanton Zug fast im Schweizer Durchschnitt. Im Verlauf der letzten gut 20 Jahre sind beide Quoten für den Kanton Zug aber gestiegen und haben sich mehr als verdoppelt. «Dieser Anstieg ist vorwiegend auf den Ausbau des Fachhochschulbereichs zurückzuführen», heisst es im Bericht.

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