Wissen, wie man in der Stadt Zug zu Informationen in Notsituationen kommt

Die Notfalltreffpunkte in der Stadt Zug werden von der Feuerwehr betrieben. Stadtrat Urs Raschle und der Gemeindeführungsstab machten sich ein Bild vor Ort.

Olivier Burger, FFZ
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Eine Stunde – dann muss der Notfalltreffpunkt bereit sein. Im Bild der Treffpunkt im Guthirtquartier.

Eine Stunde – dann muss der Notfalltreffpunkt bereit sein. Im Bild der Treffpunkt im Guthirtquartier.

Bild: Lou Hafner (Zug, 30. September 2020)

Ein längerer Stromausfall, ein Ausfall der üblichen Kommunikationskanäle (Radio, Telefon, Internet, Mobilfunk), ein Unwetter oder ein Grossbrand: Ausserordentliche Ereignisse sind für die Information der Bevölkerung eine grosse Herausforderung. Deshalb hat die Stadt Zug mit dem Gemeindeführungsstab (GFS) acht Notfalltreffpunkte auf Stadtgebiet eingerichtet, die im Notfall von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) betrieben werden.

Die Treffpunkte dienen als Informations- und Alarmierungsstelle. Für Stadtrat Urs Raschle, Vorsteher des Departements für Soziales, Umwelt und Sicherheit, sind die acht Anlaufstellen das ideale Instrument für den stetigen Informationsfluss zwischen dem Gemeindeführungsstab, der in Notlagen zum Einsatz kommt, und der Bevölkerung.

Innert einer Stunde in Betrieb

Thomas Betschart, Stabschef GFS, beobachtete am Mittwoch, 30. September,, wie die Feuerwehrleute im Rahmen der abendlichen Übung den Notfalltreffpunkt beim Schulhaus Guthirt einrichteten. «Im Ereignisfall müssen alle Treffpunkte innerhalb einer Stunde in Betrieb sein», sagt Betschart, der das Konzept zusammen mit dem GFS erarbeitet hat. Als Vorbild haben Beispiele aus den Kantonen Aargau und Solothurn gedient. Als wahrscheinlichste Szenarien bezeichnet Betschart einen länger andauernden Stromausfall oder eine Störung der Kommunikationsinfrastruktur.

Für den Betrieb der Notfalltreffpunkte ist die FFZ mit je drei Mann zuständig. Sie geben Auskunft über die allgemeine Lage und funktionieren als Alarmierungsstelle für Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr, wenn die Digitaltelefonie und das Mobilfunknetz zusammenbricht.

Daniel Jauch, Kommandant der FFZ, übt beim Posten «Umgang mit Funkgeräten» die Alarmierung über das Polycom-Netz, das auch in ausserordentlichen Situationen einsatzfähig ist. Den Feuerwehrleuten stehen auch ein Notstromaggregat und ein Erste-Hilfe-Set zur Verfügung.

Stadtrat Urs Raschle ruft die Bevölkerung auf, bei einem Spaziergang die Notfalltreffpunkte, die ganzjährig mit einer Tafel gekennzeichnet sind, aufzusuchen. Ein Flyer auf der Website der Stadt Zug informiert (auch in Englisch) über das Verhalten im Ereignisfall und die Vorbereitung auf ausserordentliche Situationen. Ein Stadtplan zeigt auf, wo sich die acht Notfalltreffpunkte befinden. Zudem sind die wichtigsten Verhaltensregeln bei einem Stromausfall nachzulesen.

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