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Wissenswertes über das wohl älteste Zuger Gewerbe

Dass das seit Urzeiten zur Stadt gehörende Fischen heute in viel grösseren Zusammenhängen steht, dass es der Jugend etwas bietet und immer mehr Frauen anzieht - all das und mehr haben Interessierte am Tag des Fisches in Zug erfahren.
Dorotea Bitterli
Peter Marty vom Fischereiverein Zug zeigt Besuchern Besonderheiten im Fischereimuseum. Bild: Werner Schelbert (Zug, 12. Mai 2018)

Peter Marty vom Fischereiverein Zug zeigt Besuchern Besonderheiten im Fischereimuseum. Bild: Werner Schelbert (Zug, 12. Mai 2018)

Wussten Sie, dass der Aal – der Fisch des Jahres 2018 – eine mehrjährige abenteuerliche Reise in die karibische Sargassosee macht, um dort zu laichen und zu sterben? Und dass sein Nachwuchs von selbst wieder in unsere Fischgründe zurückfindet, sodass kein Mensch je seine Hochzeit und das Schlüpfen der Jungfische beobachtet hat? Wussten Sie, dass der Hecht ein Kannibale ist, also bei der Aufzucht seinesgleichen angreift und verspeist? Und dass der häufigste Krebs im See Kamberkrebs heisst, ein Amerikaner ist und einheimische Arten fast vollständig verdrängt hat?

Diese und viele weitere Geheimnisse rund um den Fisch und andere Wasserbewohner, das Berufs- und Hobbyfischen, seine Techniken, seine Geschichte und seine naturschützerischen Aspekte thematisiert das Fischereimuseum Zug am Samstag im Rahmen des ­Tages des Fisches.

Der Zugersee wird regelmässig mit Jungfischen besetzt, die – neben der Brutanstalt Walchwil – auch in der Schaubrutanlage im Erdgeschoss des Museums erbrütet werden. Der Besucher kann das Schlüpfen und Heranwachsen von Seeforelle, Hecht, Rötel, Felchen in nach Arten getrennten Brutbecken beobachten.

Darüber hinaus informieren topografische Modelle über die Strukturen von Zuger- und Ägerisee, und Schautafeln zeigen die komplexen Zusammenhänge zwischen Flora und Fauna und dem gesamten Nahrungskreislauf auf.

Im ersten Stock kann unter den historischen Exponaten das 1575 entstandene, überreich mit Zeichnungen dokumentierte «Fischbuch» von Konrad Gessner bewundert oder über den wundersamen «Menschenfisch» gerätselt werden. Im obersten Geschoss schliesslich erfahren die Interessierten alles über die Boots-, Angel- und Fliegenfischerei.

Wie jedes Jahr im Frühling organisierte der Fischereiverein Zug, der 1888 gegründet wurde, heute etwa 170 Mitglieder hat und das Museum betreibt, den Tag des Fisches. Die Bevölkerung bekam am Samstag gratis Zutritt zum Museum und wurde vor der Altstadthalle bei schönstem Wetter mit Fischknusperli und Getränken bewirtet. Ältere, aber auch auffallend viele junge Mitglieder des Vereins engagierten sich und beantworteten jede Frage.

Sorge um das Ökosystem

Allen voran sein Präsident Daniel Gloor, der Event-Verantwortliche Kevin Nussbaum und das für die Jungfischerausbildung zuständige Brüderpaar Beat und Jan Zberg.

Befragt, welche Botschaft von diesem Tag ausgehen soll, antwortete Gloor: «Dass Fischer sein nicht nur Fischen heisst, sondern dass wir uns um das Ökosystem Gewässer sorgen, Lebensräume der Fische aktiv hegen und politisch schützen helfen, dass wir Kindern und Jugendlichen den respektvollen Umgang mit dem Fisch und seiner Umgebung vermitteln und das soziale Leben pflegen. Und dass wir uns freuen, wenn immer mehr Frauen mitmachen.»

Weitere Informationen: www.fischereimuseumzug.ch und www.fischereivereinzug.ch

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