WOHNEN IM ALTER: Zuger Senioren vermissen neue Wohnformen

Die Bevölkerung im Kanton Zug wieder immer älter und die Gemeinden erarbeiten Altersstrategien. Dem Seniorenverband des Kantons fehlen konkrete Schritte.

Freddy Trütsch
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Ein älteres Paar geniesst das Leben. (Symbolbild Keystone)

Ein älteres Paar geniesst das Leben. (Symbolbild Keystone)

«Situationsgerechtes Wohnen im Alter ist ein Grundbedürfnis des alternden Menschen in unserer Gesellschaft», stellt Bruno Keller, Präsident des Zuger kantonalen Seniorenverbandes, fest. Der Verband will es jedoch nicht nur bei schönen Sätzen bewenden lassen, sondern aktiv alle Themen, die Senioren unter den Nägeln brennen, bewirtschaften und die Ansprüche der stetig wachsenden Generation von der Politik einfordern.

Roland Vonarburg, Vorstandsmitglied des Verbandes erklärt: «Heute hat das klassische Altersheim mehr oder weniger ausgedient und mutiert immer mehr zum Pflegeheim. Die neue Seniorengeneration verbleibt viel länger, manchmal sogar bis ins hohe Alter, in den eigenen vier Wänden.»

Gesucht seien deshalb neue Wohnformen wie Alterswohnungen, «betreutes Wohnen», Alters-WGs, Altersresidenzen. Aber: «Diese neuen Einrichtungen sind in unserem Kanton Mangelware», beklagen die Senioren. Gemeinden redeten zwar von Altersstrategien, konkrete Schritte seien allerdings keine sichtbar.