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Unterägeri: Wohnen und Arbeiten in einem Quartier

Mit dem KMU-Park Helgenhüsli soll ein lebendige, durchmischte Drehzone entstehen. Bis zu 30 Gewerbler könnten sich im neuen Quartier ansiedeln. Die Korporation hat den Bebauungsplan angenommen. Nun kommen die Stimmbürger zum Zug.
Carmen Rogenmoser
So könnte der KMU-Park Helgenhüsli dereinst aussehen. (Bild: PD)

So könnte der KMU-Park Helgenhüsli dereinst aussehen. (Bild: PD)

Unten wird gearbeitet, oben gewohnt: So wie Städte einst aufgebaut wurden, soll es auch im KMU-Park Helgenhüsli in Unterägeri geschehen. Auf der Wiese zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und dem künftigen Quartier Zimel entsteht in den nächsten Jahren Gewerberäume für 20 bis 30 Unternehmen und Wohnungen. Für das Areal, das der Korporation Unterägeri gehört, gilt eine Bebauungsplanpflicht. Bereits im Mai 2017 wurde dieser von der Korporationsversammlung angenommen. Die Unterägerer Stimmbürger können am 25. November an der Urne über den Plan bestimmen.

Geplant sind acht Gebäudekörper mit 14 Modulen. «Das Helgenhüsli soll nach aussen eine homogene Einheit zeigen und nach innen grösstmögliche Flexibilität in der Nutzung der einzelnen Boxen (Modulen) bieten», heisst es im Infoblatt der Korporation Unterägeri. Diese Boxen lassen sich in Grösse und Ausstattung individuell anpassen, zum Beispiel für Hallen, Büro, Werkstatt oder Lagerräume.

Weichen wurden vor zehn Jahren gelegt

«Vielleicht verlegt ein Bäcker seine Backstube ins neue Quartier und macht dann im Erdgeschoss gleich noch einen Laden oder ein Café auf», malt sich Korporationspräsident Gerhard Iten die Zukunft bereits aus. Unterägeri wächst und könnte bald die 10000-Einwohner-Grenze knacken. «Es wäre schön, wenn ein neues, lebendiges Quartier entsteht, das nicht so zentrumsorientiert ist», ergänzt Iten. Die Voraussetzungen sind gut. Denn gleich neben dem KMU-Park Helgenhüsli ist das Quartier Zimel geplant.

Die Weichen für den KMU-Park wurden bereits 2008 mit der Ortsplanungsrevision gelegt. Die Parzelle Helgenhüsli befindet sich in der Nutzungszone «Wohn- und Arbeitszone 3» (WA3) und sie unterliegt einer Bebauungsplanpflicht. «Ziel ist es, Wohnen und Arbeiten zu mischen und den Platz optimal wie auch haushälterisch zu nutzen», erklärt Remo Iten, der im Korporationsrat für die Liegenschaften verantwortlich ist. Wichtig sei der Korporation, ergänzt Gerhard Iten, dass das Quartier in einer guten Qualität bebaut wird. Maximal ein Drittel des Gesamtgebiets ist für die Wohnnutzung zulässig. Und dies auch nur in den obersten Vollgeschossen. Die Tiefgarage, sowie die Zufahrten zu den Innenhöfen werden gemeinsam geplant und genutzt. «So können Synergien genutzt werden, die Planung ist aber nicht ganz einfach», sagt Gerhard Iten.

Ein urbanes Quartier auf dem Land

Bereits gebe es erste Interessenten. «Die Gewerbler werden aber erst definitiv zusagen, wenn es Verbindlichkeiten wie eben die Annahme des Bebauungsplans gibt», sagt Architekt Christian Forrer vom Architekturbüro Forrer und Gerber AG, das den Plan ausgearbeitet hat. Ist der Bebauungsplan rechtsgültig, soll mit dem Bau der ersten Etappe möglichst bald begonnen werden.

Die Korporation gibt das Land den Interessenten im Baurecht ab. Sie «vermietet» es mit einem Baurechtsvertrag mit einer Dauer von 80 Jahren, der sich erneuern lässt. «Damit können wir den Gewerbler ein interessantes Angebot machen, das nicht von den hohen Bodenpreisen abhängig ist», erklärt Gerhard Iten. Bis das ganze Gebiet überbaut ist, wird es rund 10 bis 15 Jahre dauern. «So können wir flexibel auf die Gewerbler reagieren und das Quartier wächst langsam», erklärt der Korporationspräsident. Willkommen seien im KMU-Park Helgenhüsli alle Gewerbe, die keinen grossen Lärm oder Rauch produzieren.

Dass die Überbauung städtischer wirken könnte als die bisherigen Quartiere im Dorf, bestätigt auch Architekt Forrer. Die Aussenräume auf den unterschiedlichen Hofniveaus dienen in erster Linie dem Gewerbe. Waren werden transportiert, Lieferung kommen an. Doch der Weg in die Natur ist kurz. «Im grünen Umfeld gibt es vielfältige Ruhe- und Aufenthaltsflächen, beispielsweise auf dem neu geschaffenen Platz bei der Kapelle.» Trotz des langsamen Wachstums werden die mehrgeschossigen Objekte eine Veränderung der Landschaft mit sich bringen, insbesondere im Zusammenspiel mit dem ebenfalls neuen Quartier Zimel. Das Wachstum sorgt in Unterägeri immer wieder für kritische Stimmen. Die Korporation ist davon direkt betroffen. «Unterägeri hat ein gesundes Wachstum», erklärt Remo Iten. Die Korporation baue primär für die Bedürfnisse der Lokalbevölkerung.

Die Urnenabstimmung über den Bebauungsplan KMU-Park Helgenhüsli findet am Sonntag, 25. November statt.

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