WOHNRAUM: Zug geht mit der Förderung vorerst nicht fremd

Wohnraum ist im Kanton trotz reger Bautätigkeit rar und teuer. Die Regierung will Gegensteuer geben. Und verlangt dafür mehr Geld.

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(Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

(Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Ende 2007 wohnten 108 571 Personen im Kanton Zug. Und der Zustrom reisst nicht ab. Es wird zwar viel gebaut: Jährlich kommen rund 900 Wohnungen hinzu. Doch sind zwei Drittel davon Eigenheime respektive Eigenwohnungen. Beim Rest handelt es sich um Mietwohnungen im mittleren bis höheren Preissegment.

«Letztlich steht den Bevölkerungskreisen mit bescheidenem bis mittlerem Einkommen im Kanton immer weniger preisgünstiger Wohnraum zur Verfügung», schreibt der Zuger Regierungsrat in der Vernehmlassung zum neuen Wohnraumförderungsgesetz (WFG), bei dem der finanzielle Mitteleinsatz massiv erhöht werden soll.

Bis heute sind mehr als 1500 Wohnungen mit öffentlicher Hilfe günstiger auf den Wohnungsmarkt gelangt. Dank der neu angedachten Massnahmen sollen weitere 800 Wohneinheiten dazu kommen.

Regierungsrat will keine Bevölkerungsschichten ausgrenzen
Hingegen hat sich der Regierungsrat von der Idee verabschiedet, ausserhalb seiner Kantonsgrenzen Wohnraumförderung zu betreiben. Der Grund: Die Kantone Zürich, Luzern, Schwyz und Aarau sind diesbezüglich sehr skeptisch. Schon bei der Präsentation der Idee wehte dem Regierungsrat ein heftiger Wind entgegen.

«Die Förderung günstigen Wohnraums ausserhalb des Kantons Zug könnte als Signal missverstanden werden, der Kanton Zug wolle wirtschaftlich schwächere Bevölkerungsschichten ausgrenzen, was keinesfalls die regierungsrätliche Absicht ist», schreibt die Zuger Regierung.

Die Politik ist gefordert – kantonal und kommunal
Allerdings erinnert die Regierung auch daran, dass zur Schaffung von genügend Wohnraum die Politik gefordert sei – auf kantonaler wie kommunaler Ebene. Auch die privaten Bauträger stünden in der Verantwortung. Ebenso wie die Stimmbürger, die eine ausreichende Einzonung ermöglichen müssten.

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.